26.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Amberger Gymnasiasten erleben die "Bamberger Symphoniker" Zaungäste bei der Generalprobe

Zu den "Bamberger Symphonikern", einem der besten Orchester Deutschlands, fuhren die Klassen 8a und 8b des Max-Reger-Gymnasiums Amberg, um eine Generalprobe in der Bamberger Konzerthalle mitzuerleben. Ihre Erlebnisse schildern sie auf dieser Seite.

von Redaktion OnetzProfil

Als wir eintreffen, werden wir schon von einem Bratscher aus dem Orchester erwartet. Er führt uns durch die Konzerthalle: Alles ist für die Generalprobe vorbereitet. Stühle, Notenständer und einige Instrumente stehen schon dort auf der Bühne, wo sie stehen sollen.

Nur die Musiker sind noch nicht da. Der Bratscher nimmt den Platz des Dirigenten ganz vorne auf der Bühne ein und bittet alle, sich auf einen Stuhl hinter oder neben einem Instrument zu setzen.

Riesiger Saal

Die Bühne ist durch die Scheinwerfer sehr hell erleuchtet. Der Konzertsaal wirkt von der Bühne aus gesehen riesig. Wie muss es sich anfühlen, in einem 80- bis 120 Mann starken Orchester in einem riesigen Saal vor bis zu 1400 Zuhörern zu spielen?

Im Konzertsaal spielen sich viele Orchestermusiker bereits für das Konzert ein. Es klingt ziemlich durcheinander, weil jeder etwas anderes übt. Wir setzen uns auf die Polstersessel im ersten Rang, direkt über dem Orchester, und können von oben zuschauen. Als der Dirigent die Bühne betritt und seinen Taktstock hebt, ist augenblicklich Ruhe. Niemand aus dem Orchester spielt einen Ton und niemand von den Zuhörern sagt ein Wort.

Der Dirigent gibt den Einsatz zur "Leonoren-Overtüre". Zum ersten Mal hören wir den schönen Klang des Orchesters. Manchmal gibt der Dirigent den Orchestermusikern genaue Anweisungen zur Spielweise. Wenn der Dirigent mit einer Stelle nicht zufrieden ist, erklärt er genau, was er sich vorstellt, und lässt einzelne Gruppen diese Stelle so lange wiederholen, bis sie nach seinen Vorstellungen klingt.

Beifall fürs Solo

Nach der Ouvertüre wird das nächste Stück aufgelegt. Währenddessen kommt ein neuer Musiker zum Orchester. Es ist Martin Fröst, der zur Zeit beste Klarinettist der Welt. Er nimmt die Solistenposition gleich links neben dem Dirigenten ein. Das "Klarinettenkonzert" von Kalevi Aho ist ein Stück, bei dem der Solist sehr viele und schwere Läufe zu spielen hat. Nachdem das Konzert fertig geprobt ist, klatscht das ganze Orchester, um Anerkennung für die Leistung des Solisten zu zeigen.

Beeindruckend für uns ist es auch, das Orchester zu beobachten. Einzelne Musiker machen sich zwischendurch Notizen in ihre Note, alle hören gespannt auf das, was der Dirigent ihnen zu sagen hat.

von Julius Zitzmann, Paul Weigert, Jarno Müller und Jonas Rock, Kl. 8a des Max-Reger-Gymnasiums Amberg

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.