30.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Amberger Martinskirche erhält einen neuen Helm - Schwierige Arbeiten in 92 Metern Höhe Turmsanierung in der heißen Phase

von Uli Piehler Kontakt Profil

Die Sanierung des 92 Meter hohen Turmes der Basilika St. Martin in Amberg schreitet voran. Nach einer fünfmonatigen Aufbauzeit reicht das Gerüst nun bis zur Wetterfahne. In der nächsten Woche beginnen die Zimmerer mit der Erneuerung der Holzkonstruktion, die den kupferbeschlagenen Helm des Bauwerks trägt.

Aus grün wird rot

"Nach und nach nehmen wir uns die gesamte Haube vor", erklärte Architektin Carola Setz bei einer Baustellenbegehung. Nachdem die Zimmerleute der Firma Schedl aus Windischeschenbach die schadhaften Balken erneuert haben, schreiten die Spengler zur Tat. Sie montieren die alte, grün patinierte Kupfereindeckung ab und ersetzen sie durch eine neue. Der wichtigste Unterschied für alle, die das Amberger Wahrzeichen kennen: Der neue Helm erstrahlt dann in einem hellen Rot-Ton. "In der ersten Zeit, wird der neue Beschlag richtig glänzen, wenn die Sonne scheint", sagte Setz.

Bis es wo weit ist, vergehen aber noch Monate. Erst im Jahr 2016 tragen die Arbeiter das Gerüst schrittweise wieder ab. Die letzten Verstrebungen sollen dann zu Beginn des Jahres 2017 verschwunden sein. Die Turmsanierung ist Teil einer umfassenden Außenrenovierung des im 15. Jahrhundert erbauten Gotteshauses. In den nächsten Monaten sollen auch die Fassade des Kirchenschiffes und die wertvollen Buntglasfenster generalüberholt werden. An Baukosten sind insgesamt rund 5,7 Millionen Euro veranschlagt. Allein der am Turm verankerte Gerüstbau kostet etwa 600 000 Euro. Der Amberger Martinsturm ist einer der höchsten Kirchtürme Deutschlands, die direkt aus dem Wasser ragen. Die Grundpfeiler des Bauwerks stehen im Flussbett der Vils, die direkt an der Kirche vorbeiläuft. Mit der Sicherung des Fundaments hatten die Bauarbeiten im August 2012 begonnen.

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Bildergalerie im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/martinsturm

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