Amberger Stadtwerke starten Neukunden-Kampagne im Raum Schwandorf
Die Neugierde gilt dem Osten

Im Sulzbach-Rosenberger Raum hat es geklappt, warum nicht auch in und rund um Schwandorf? Am Wochenende fanden die Haushalte dort Post von den Amberger Stadtwerken. Seither wird in der Nachbarstadt viel gerechnet.

In mehreren Tranchen werden 14 000 Postwurfsendungen an Haushalte der dortigen Region außerhalb des angestammten Netzgebietes der Amberger Stadtwerke gegangen sein, um neue Strom- und Gaskunden zu gewinnen. Vor zwei bis drei Jahren sei die Grundsatzentscheidung gefallen, vorsichtig zu expandieren, erinnerte Stadtwerke-Geschäftführer Dr. Stephan Prechtl.

Rechnung geht auf

Sulzbach-Rosenberg war gewissermaßen ein erstes Versuchsfeld. Dort gibt es inzwischen auch eine stundenweise besetzte Kundenservicestelle. Am Montagabend wollte Prechtl dem Stadtrat in dessen Sitzung seinen aktuellen Geschäftsbericht präsentieren. Darin wird unter anderem stehen, dass das 100-prozentige Kommunalunternehmen 2010 noch 1200 Abnehmer außerhalb seines angestammten, eigenen Versorgungsnetzes hatte. Inzwischen sind daraus mehr als 3000 Kunden geworden. "Tendenz steigend", sagt Prechtl und zieht die Trumpfkarte eines in der Region verhafteten Unternehmens. Die Nähe zum Kunden, ein möglichst direkter Kontakt, das sei durchaus ein Pfund, mit dem die Amberger Stadtwerke wuchern könnten.
Die Entwicklung in Sulzbach-Rosenberg habe das ganz deutlich gezeigt. Und dann ist da natürlich auch noch der Preis. Als "durchaus konkurrenzfähig" stufte ihn Unternehmenssprecherin Karoline Gajeck-Scheuck ein. "Wir wollen nicht suggerieren, was wir nicht halten können", verspricht Prechtl reelle Angebote. Und im Endeffekt noch wichtiger: "Die Preise sind von uns nicht quersubventioniert."

Kein Lockvogel

Damit verweisen die Stadtwerke auf eine solide Kalkulation und nicht schöngerechnete Lockvogelangebote. Die "Werbeprämie" per Preisgestaltung beschränkt sich beim Strom als "Kennenlernangebot SAD" auf einen bis 31. Dezember 2014 festgeschriebenen Tarif für maximal 1000 neue Kunden. Der Strompreis (brutto) wird mit 24,93 Cent pro Kilowattstunde bei einem Grundpreis von 90 Euro pro Jahr festgeschrieben.

Inwieweit diese Offerte für Schwandorfer Haushalte attraktiv ist, hängt ausschließlich von den jeweiligen Energielieferanten ab. Die Große Kreisstadt gilt nach dem Verkauf ihrer Stadtwerke an Eon als deren Versorgungsgebiet. Und die von dem Großkonzern offerierten haushaltsüblichen Tarife liegen über dem Angebot der Stadtwerke. (Angemerkt)
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