Amerikanerin gewinnt weltweiten Wettbewerb und wünscht sich Treffen mit 103-Jähriger
Christinas Traumreise zu Oma Ella

Im sozialen Netzwerk Facebook sind Christina Wright (links) aus dem US-Bundesstaat Wisconsin und die 72 Jahre ältere Ella Kastner schon länger befreundet. In dieser Woche hatten die beiden Frauen die Chance, sich persönlich kennenzulernen. Zum gemeinsamen Programm gehörte auch ein Treffen mit Bürgermeister Rudolf Maier (rechts). Bild: Steinbacher

Mit dem Rucksack durch Kanada, auf Safari in Afrika oder Luxus pur in Dubai - seinen Traumurlaub definiert jeder anders. Christina Wright (31) aus Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin hatte ein völlig anderes Ziel: Sie wollte unbedingt die 103 Jahre alte Ambergerin Ella Kastner kennenlernen, auf die sie im Internet aufmerksam geworden war. Als ein amerikanischer Reiseveranstalter einen weltweiten Wettbewerb ausschrieb, machte die Journalistin mit und hatte Glück.

Mehr als 300 Weltenbummler hatten sich an der Aktion beteiligt und ihre Traumreisen vorgeschlagen, drei von ihnen kamen in die engere Wahl: eine Neuseeländerin, die nach Indien wollte, eine Frau aus Kalifornien, die Somalia für sich entdecken wollte, und eben Christina Wright, die bei der folgenden Abstimmung im Internet die meisten Klicks erhielt. Damit stand fest: Die junge Frau darf kostenlos nach Deutschland reisen und Ella Kastner treffen, die selbst in den USA bekannt ist - als ältestes Mitglied des Netzwerks Facebook.

Auf Facebook befreundet

"Ich habe ihr eine Freundschaftsanfrage geschickt", erinnert sich die 31-jährige Amerikanerin, die prompt eine Zusage erhielt und seitdem auch im realen Leben mit Ella Kastner befreundet ist. Regelmäßig schreiben sich beide auf Facebook, an Weihnachten schickten sie sich gegenseitig Grußkarten. Jetzt hat Wright die Chance, ihren ganz persönlichen Star in die Arme zu nehmen und mit ihm zu plauschen. "Ich finde sie großartig", sagt die Amerikanerin über die Ambergerin, die mit 95 Jahren begann, die Welt zu bereisen und das Kunststück geschafft hat, im asiatischen Königreich Bhutan wie ein Staatsgast empfangen zu werden.

In einer Wohnung

"Ich genieße es, hier in Deutschland zu sein", schwärmte Christina Wright, als sie in dieser Woche von Bürgermeister Rudolf Maier empfangen wurde. Zu diesem Zeitpunkt lag bereits ein stressiges Ausflugsprogramm hinter ihr und Oma Ella. Nach dem ersten Treffen in Berlin ging es weiter nach Nürnberg und Amberg, wo die Gewinnerin aus den USA die besondere Ehre hatte, in Kastners Wohnung in der Gluckstraße übernachten zu dürfen. Für die 103-Jährige, die ansonsten bei ihrem Enkel Günther in Berlin lebt, ist die Nähe zu der ihr bisher nur aus dem Internet bekannten Frau kein Problem: "Ich finde es schön, wenn mir jemand ein Lächeln schenkt." Christina Wright macht genau das - und mehr: Sie hat der 72 Jahre älteren Seniorin ihre Freundschaft geschenkt.

Am Dienstag verlässt die Amerikanerin Deutschland, zehn Tage später sitzt auch Oma Ella im Flieger. Sie macht sich auf nach Malmö zum Eurovision Song Contest. (Angemerkt)
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