29.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Anwohner: Jahnstraße wird tempomäßig zur Autobahn - FW-Stadtrat Dr. Eberhard Meier vor Ort Zu schnell und zu viel

Beim Lindenbrünnerl stellte sich FW-Stadtrat Dr. Eberhard Meier (Bildmitte) den Fragen und der Kritik von gut 40 Anwohnern der Jahnstraße, die Verkehrsaufkommen und Verkehrslärm nicht mehr hinnehmen wollen. Bild: gf
von Autor GFRProfil

Seine Berufung in den Verkehrsausschuss wolle er nutzen, um den Anwohnern der Jahnstraße zu etwas mehr Ruhe und zu einer sicheren Strecke zu verhelfen. Dies betonte FW-Stadtrat Dr. Eberhard Meier bei einer von ihm initiierten kleinen Verkehrsschau am Lindenbrünnerl in der Jahnstraße.

Mehrere Mails, Anschreiben und Anrufe habe er erhalten, mit denen sich gestresste Anwohner über zu schnelles Fahren und übermäßigen Straßenlärm beschwert hätten.

Eine Beschwerdeführerin erinnert daran, dass es Jahre oder Jahrzehnte her sei, als die Stadt geplant habe, die Jahnstraße zur "Tempo-30-Zone" einzustufen. Der nächtliche Lärmpegel sei unerträglich, vor allem, wenn man an heißen Tagen nur bei geöffnetem Fenster schlafen könne. An einem Montag habe sie gegen 10 Uhr binnen 15 Minuten 45 Durchfahrten gezählt, wobei etwa 80 Prozent der Fahrzeuge ein AS-Kennzeichen hatten. Das seien keine Anwohner, das sei Durchgangsverkehr.

In einer weiteren Mail, berichtete Dr. Meier, werde angeführt, dass die Anwohner nur schwer aus ihrem Grundstück in die Jahnstraße einfahren können, da dort vielfach überhöhte Geschwindigkeit vorherrsche. Radfahrer würden den Gehsteig nutzen und seien bei der Ausfahrt aus der Garage nicht zu sehen.

FW-Schriftführer Erwin Niklas meinte, die Stadt könne nur zum Handeln bewegt werden, wenn genügend Druck aufgebaut werde. Er erwähnte Leserbriefe oder nervige Anfragen, was durch die Verkehrszählgeräte ermittelt worden sei. Die gut 40 Anwohner beschwerten sich bei Dr. Meier, dass vor mehr als 20 Jahren drei Engstellen in der Jahnstraße geplant waren, um das Tempo zu drosseln. Verwirklicht worden sei nur eine Engstelle beim Lindenbrünnerl - zu wenig. Die Jahnstraße werde als Durchgangsstraße genutzt und sobald Dunkelheit einbreche, werde aufs Tempo gedrückt, was der Motor hergebe, die Jahnstraße werde zur Autobahn. Zur Forderung, die Route nur noch in eine Richtung befahren zu lassen, meinte der FW-Stadtrat, dass eine Einbahnstraße das Tempo nur noch beschleunige.

Sicherheit erhöhen

Sein Anliegen sei es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, Lärm und Abgase zu reduzieren und damit die Lebensqualität in der Jahnstraße zu erhöhen, betonte Dr. Eberhard Meier. Festzustellen sei, dass die Jahnstraße zu einer Haupterschließungsstraße geworden sei.

In diesem Stadtteil gebe es einige schutzbedürftige Einrichtungen wie Berufsschule, Kinderkrippe und eine behindertengerechte Wohnanlage. Zusammenfassend betonte Dr. Eberhard Maier, dass der nicht unerhebliche Durchgangsverkehr zu schnell unterwegs sei und unerträglichen Lärm verursache. Tempo-30-Zone und verkehrslenkende Maßnahmen, die den überörtlichen Verkehr auf Staatsstraßen umleiten, seien dringend geboten.

Er sprach eine Einladung an Stadträte und Oberbürgermeister aus: "Ich habe einige leerstehende Zimmer. Ich biete dem Oberbürgermeister und einigen Stadträten kostenlos eine Übernachtungsgelegenheit, damit sie die Lärmorgie in der Jahnstraße genießen können."

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