29.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Athleten des WSC Haidweiher ohne Training zu sechs Titeln bei deutschen Senioren-Meisterschaften Sprung ins kalte Wasser

Seit Wochen sitzen sie nun schon auf dem Trockenen, Training ist auf dem Haidweiher nicht möglich. Der Wasserstand ist zu niedrig, das Boot droht aufzusetzen, der Wasserskibetrieb ist eingestellt. "Da ist es schon überraschend, dass wir bei den deutschen Meisterschaften sechs Titel und eine Bronzemedaille geholt haben", sagt Michael Sprang vom Wasserskiclub.

Mit einer halben Boje Vorsprung gewann Michael Sprang vom WSC Haidweiher den Slalom-Wettbewerb der Klasse Senioren II bei den deutschen Wasserski-Meisterschaften. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Wasser gab es im Mastholter See genug. Der Baggersee in der Nähe von Paderborn ist um einiges größer als der Haidweiher bei Kümmersbruck - und windiger. Wind erzeugt Wellen und "Wellen wollen wir Wasserskifahrer überhaupt nicht", erklärt Sprang (49), der in Ammerthal wohnt. Es war ungemütlich kalt, gerade einmal 16 Grad, immer wieder regnete es.

Böpple-Filbig räumt ab

Den Athleten des WSC Haidweiher schien das Wetter am vergangenen Wochenende nichts auszumachen. Im Tricklauf verteidigten Petra Böpple-Filbig und Rainer Kapfelsberger (beide AK 45+) ihre Vorjahrestitel. Sie bekamen von den fünf Schiedsrichtern die besten Wertungen für ihre gefahrenen Figuren wie Drehungen, Sprünge über die Welle und Fuß in der Schlaufe. Höhepunkt des Trickski-Wettbewerbes waren die zwei 20-sekündigen Auftritte von Giannina Bonnemann (WSC Mastholte), die in der Klasse U21 mit 9130 eine Weltklassepunktzahl erreichte.

Das zweite Gold holte sich Böpple-Filbig, die in der Nähe von Würzburg wohnt und seit Jahren für den WSC Haidweiher startet, im Springwettbewerb mit einer Weite von 17,2 Meter. Auch im Slalom-Wettbewerb war die 52-Jährige nicht zu schlagen, gewann mit zwei umkurvten Bojen bei 16 Metern Leinenlänge vor Corinna Niederbäumer (Mastholte) und Doris Brummel (Berlin). Das vierte Gold für Böpple-Filbig gab es in der Kombinationswertung.

In der Seniorenklasse II entschied eine halbe Boje über Platz eins und zwei. Die Nase vorne hatte schließlich Michael Sprang mit 2,5 Bojen/12-Meter-Leine, vor Jens Niederbäumer (Mastholte/2/12).

Aus nach Skibruch

Der für den WSC Haidweiher startende Neumarkter Rainer Kapfelsberger (56) wurde in der Klasse Senioren III Dritter (4,25/16). Pech hatte die vierte Teilnehmerin des WSC Haidweiher, Andrea Wiesmeth. Ihr brach im Slalom-Vorlauf ein Ski. Da es wenig erfolgversprechend ist, mit unbekanntem Material im Endlauf zu starten, verzichtete sie.

Die sechs ersten und ein dritter Platz waren für WSC-Vorsitzenden Ulrich Schubert mit Blick auf die schlechten Vorzeichen "ein sehr erstaunliches und erfreuliches Ergebnis". Im kommenden Jahr werden die deutschen Wasserski-Meisterschaften aller Voraussicht nach am Haidweiher stattfinden. Wenn er genug Wasser hat.

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