Auf der Couch mit den Machern von "Amberg Pupille": Winni Rudrof und Patrick Kölbel im Interview
Mit einem Bein in der Surrealität

Amberg. Man nehme ein Wohnzimmer, eine Handvoll kreativer Köpfe und zwei Kameras. Heraus kommt eine neue Internet-Show: "Amberg Pupille". Die AZ traf zwei der Macher auf dem in jedem Beitrag zu sehenden Sofa - sehr bequem übrigens. Moderator Winfried Rudrof (37) arbeitet als freiberuflicher PR-Fachmann, der für die Technik zuständige Patrick Kölbel (28) ist gelernter Mediengestalter.

Zusammen ließen sie ein Format entstehen, das jeder online anschauen kann (www.youtube.de, Amberg Pupille eingeben). Den Blick in die Wohnung des 37-Jährigen gibt's inklusive.

Wie kam euch die Idee zu "Amberg Pupille"?

Im Vaitl. Bei einem Bier. Da kommen einem gerne mal komische Ideen. Und wir wollten unsere wirren Einfälle festhalten.

Was sind denn das für komische Ideen?

Eine Internet-Show. Wir haben uns zusammengesetzt und uns dafür Themen überlegt. CD-Tipps, Event-Tipps, alles, was jungen Leuten Spaß macht und alternativ ist, genau das, was man bei konservativen Medien nicht findet, darüber berichten wir. Wir bleiben ausschließlich regional, dabei driften wir aber gerne ins Surreale ab.

Zum Beispiel beim neuen Trend: Indoor-Golfen. Das kann man auch bei schlechtem Wetter zu Hause machen. Bei uns endet das im Kampf mit dem Lichtschwert mit Darth Winni gegen Tiger Woods, dem weißen Haller.

Wer ist der weiße Haller?

Mein Co-Moderator Andi Haller. Außerdem gibt's noch eine Moderatorin: Stefanie Zehetbauer.
Ihr habt also kein Konzept für eure Shows?

Nö. Ich hab einfach angefangen zu labern.

Gezeigt werden auch ausschließlich First Takes (Anm. d. Red.: die ersten Aufnahmen). Pausen oder Versprecher lassen wir absichtlich drin.

Trash ist Trumpf.

War das ein Problem für euch, vor der Kamera zu stehen?

Überhaupt nicht. So bald ich ein Mikro vorm Gesicht habe, geht's los.

Das liegt wohl auch daran, dass du bereits jede Menge Bühnenerfahrung als Sänger hast. Ich könnte es eher weniger. Beim Andi hat's zwei Tage gedauert, bis er komplett davon überzeugt war, dass man das so online stellen kann. Jetzt ist er voll begeistert.

Welche Reaktionen bekommt ihr auf eure Beiträge?

Reaktionen gibt's ohne Ende. Nicht nur im Internet. Viele haben "Pupille" bereits über Youtube abonniert. Und die Leute kommen, wenn ich als DJ auflege, zu mir her und sprechen mich darauf an.

Wir haben bisher neun Folgen gedreht. Im Schnitt gab's darauf pro Beitrag 400 Klicks, das Maximum lag bei 600. Das ist auf jeden Fall noch ausbaufähig.
Hofft ihr auf den großen Erfolg?

Geld haben wir damit noch keines verdient. Ist auch nicht unser Ziel. Na ja, eigentlich kann man sagen: "Pupille" ist wie die Bands, in denen wir spielen. Wir hoffen immer darauf, durchstarten zu können.

Wir würden natürlich auch Auftragsarbeiten machen. Aber immer in unserem Stil.

Der da wäre?

Das ist dieser MTV-Stil aus den 90ern.

Winni, wen hättest du gerne zum Interview auf deiner Couch sitzen?

Karl Dall. Der war schon damals seiner Zeit voraus und hat mit seinem hängenden Auge den neuen Stern im Deutschen Internetfernsehen erkannt: "Amberg Pupille"!
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