06.10.2012 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Aus der Chronik des Amberger Fahrzeughauses Stadler - Vom kleinen Laden zum Unternehmen mit ...: Erfolgsgeschichte über fünf Jahrzehnte

von Autor HOUProfil

Da kam ein gerade erst 18-Jähriger und wollte in Amberg einen Laden an der Vilsstraße eröffnen. Für den Vermieter durchaus riskant. Doch der junge Mann aus Regensburg, der den Vertrag mit seinem Namen Peter Stadler unterschrieb, rechtfertigte das Vertrauen.

Heute, genau 50 Jahre später, gibt es das kleine Geschäft längst nicht mehr. Wohl aber das Unternehmen Stadler mit vier Niederlassungen und 170 Mitarbeitern.

Auf eigenen Füßen

Die Firmengründung ist lange her. Peter Stadler, aus der Familie des in Regensburg stadtbekannten Fahrzeughändlers Josef Stadler stammend, wollte sich seinerzeit auf eigene Füße stellen.

Amberg schien ihm für den Start geeignet, nachdem in einer Fachzeitung Räume an der Vilsstraße ausgeschrieben waren. Sie gehörten Paul Tempes, der dort, gleich neben dem Vilstor und schräg gegenüber von Hufschmied Karl Rewitzer, neben seiner Automobilvertretung an der Regensburger Straße eine Zweigfiliale für Zweiräder betrieb.

Am 1. Oktober 1962 fing Peter Stadler an. Mit der Ausbildung zum Kaufmann beruflich gerüstet sowie einer eher bescheidenen Auswahl an Fahrrädern und Mopeds. Es war zu Zeiten, als "NSU Quickly" und "Kreidler Florett" bei der Jugend beliebt waren und die "Beach Boys" ein Lied mit dem Titel "Little Honda" sangen. Apropos Jugend: Junge Leute gingen gern zu Stadler. Mit ihm konnte man auf Augenhöhe reden und er war auch nicht kleinlich, wenn es um Tipps, Ratschläge oder die kostenlose Behebung kleinerer Schäden ging.

Stetige Fortentwicklung

Was folgte, war eine kontinuierliche Fortentwicklung. Irgendwann platzte das Geschäft aus allen Nähten. Stadler baute um und vergrößerte, so weit es möglich war. Ein Laden gleich auf der anderen Straßenseite, wo es "Easy Rider"-Lederjacken mit Fransen zu kaufen gab, gesellte sich hinzu. Als auch dieses Platzangebot nicht mehr reichte, kam es zum ersten Bauprojekt. Es entstand an der Schlachthausstraße, gleich hinter dem Kreisverkehr. Dort war es dem Unternehmer dann endlich möglich, eine breitgefächerte Auswahl an Fahrrädern, Mofas, Motorrädern anzubieten.

Der gebürtige Regensburger, in Amberg unterdessen zum Begriff geworden, hielt nicht inne und verharrte keineswegs auf dem Geschaffenen. Stadler nahm eine "Honda"-Automobilvertretung in sein Firmenangebot auf und nutzte als Werkstatt zunächst eine größere Garage gleich neben der Max-Josef-Schule. Längst hatte er unterdessen auch die Mechaniker-Gehilfenprüfung geschafft. Um im Betrieb nicht zu fehlen, fuhr er an Wochenenden zu Schulungen in Regensburg, ließ sich bei Schmied Rewitzer an der Vilsstraße im Schweißen unterrichten.

Mit Weitblick investiert

"Wir müssen alles zusammenführen": Als Peter Stadler zu dieser Gewissheit gelangt war, hielt er Ausschau nach einem geeigneten Grundstück. Er fand es an der Bayreuther Straße auf dem Areal der ehemaligen Baustoffhandlung Kallmünzer. Der Unternehmer verhandelte mit Auguste Kallmünzer und sie verkaufte ihm das Areal.

Es wurde zunächst noch für einige Zeit an die Post vermietet. Dann, vor nunmehr 25 Jahren, begann Stadler mit dem Neubau seines Unternehmens. Als es eingeweiht wurde, standen 6000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, waren hohe Beträge investiert worden. Auch für die Unterkellerung, die sich anfangs als Wagnis ausnahm und heute als eine mit Weitblick getroffene Entscheidung bezeichnet werden kann.

 

 

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