Bäumlers Kraftakt: 4,20 Meter große Figur fürs Vilstheater
Erschaffung des Golem

"Die Idee trage ich schon lange mit mir herum", freut sich Harald Bäumler, dass er sie für das Vilstheater (24. bis 28. Mai) endlich realisieren kann: "Eine Figur, die sich gegen den Strom stellt."

In Kooperation mit den Festival-Machern entstand daraus der 4,20 Meter hohe Golem, der in der Neufassung des Stücks "Der Tod, das Mädchen und der Fluss" eine gewaltige Rolle spielt: "Er wurde von Rabbi Löw erschaffen, um die Bewohner der Prager Judenstadt vor Pogromen zu schützen - er ist so eine massige Figur, die sich der Gewalt entgegenstellt."

Ursprünglich wollte Bäumler den Koloss modellieren, ein Vorhaben, das am enormen Aufwand scheiterte: "Dann kam mir die Idee, ihn aus einem Drahtgerüst aufzubauen - jetzt ist er transparenter." Bäumlers Golem ist während der gesamten Spielzeit an der Vils zu besichtigen - danach kann die monumentale Plastik ersteigert werden: "Fürs Wohnzimmer ist sie weniger geeignet, aber als Kunst am Bau macht sie sich gut."