11.08.2013 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Baureferat und Stadtbau wollen am Bergsteig Wohnraum schaffen - Keine Reihenhäuser mehr: Runderneuerung ohne Rundbau

Geht es nach dem Willen des Baureferats und der Stadtbau, wird der Bergsteig in naher Zukunft sein Gesicht gewaltig verändern. "Der Rundbau soll abgerissen werden, städtebaulich soll aber was Neues entstehen", sagte Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer am Donnerstagnachmittag bei einem Ortstermin und ließ wissen, dass zudem weitere Häuserblocks verschwinden sollen. Darunter die Ladenzeile am Claudiweg sowie die Nummern Breslauer Straße 6, 8 und 10.

OB Wolfgang Dandorfer (rechts) und Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann (Vierter von links) erklärten der Bergsteig-CSU, wie sich die Stadtbau und das Baureferat die Zukunft des Viertels vorstellen. Bild: Hartl
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Der Plan, den Dandorfer in Händen hielt, zeigte deutlich, dass zwischen Karlsbader-, Königsberger- und Rosenthalstraße Platz für etwa 30 Bauparzellen geschaffen werden soll. Bis dato sah der Bebauungsplan für das Gebiet "Bergsteig Mitte" Reihenhäuser vor, wie sie bereits an der Lemberger Straße stehen. Mehr als vier Einheiten konnte die Stadtbau in den vergangenen Jahren nicht verkaufen. Darum soll die Vorgehensweise nun geändert werden. CSU-Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann hatte einen entsprechenden Antrag bereits im Oktober 2011 gestellt. Der Inhalt: "Im Laufe der letzten sechs Jahre war die Nachfrage so gering, dass tatsächlich nur ein einziger Reihenhaus-Vierspänner errichtet wurde." Nun denken CSU, Stadt und Stadtbau an Einzel- und Reihenhäuser, um das laut Mußemann "wunderschöne Bauareal" in die Gänge zu bekommen. Der Grund: Die Nachfrage an Eigenheimen sei enorm, im Gebiet "Kennedystraße Süd" ließe sich jede Parzelle zweimal verkaufen. Da das Gelände zwischen Stadtteilbüro und SV Inter Bergsteig der Stadtbau gehört, könne Amberg zügig handeln und sei nicht auf die Verkaufsbereitschaft von privaten Eigentümern angewiesen. Dieter Mußemann: "Wo wir solche Flächen haben, müssen wir das jetzt angehen." Bürgermeister Michael Cerny erhofft sich von diesem Sinneswandel eine Aufwertung des Quartiers: "Junge Familien sind gut für die Pfarrei, für den Kindergarten, für den Sportverein, für die ganze Infrastruktur."
Was anstelle des Rundbaus entstehen soll, muss laut OB Dandorfer noch besprochen werden. Fest stehe im Moment lediglich der Wunsch der Stadtplaner, maximal zwei Geschosse zu errichten. Mit dem Rundbau an der Rosenthalstraße würde der Bergsteig ein Wahrzeichen verlieren, darum sollte nicht auch noch das zweite prägnante Bauwerk der Abrissbirne zum Opfer fallen. Der sogenannte Polizei-Bau (Claudiweg 54 bis 60), durch dessen Torbogen Autofahrer und Fußgänger auf die Rosenthalstraße gelangen, soll erhalten bleiben: "Das müsste machbar sein, dass die Stadtbau ihn saniert", gab der OB die Richtung vor. (Kommentar)

 

 

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