Baureferent Markus Kühne will auch breitere Stellplätze sowie neue Ein- und Ausfahrt
Neuer Name für Bahnhofsgarage

Wir haben genügend Parkplätze in den Tiefgaragen, wir haben eine kleinteilige Stadt mit einem ausbaubaren Geschäftsleben. Das sind Pfunde, mit denen die städtische Planung wuchern sollte.
"Die Amberger Altstadt neu entdecken - dazu brauchen wir ein neues Parkleitsystem." Das war das Resümee des Baureferenten Markus Kühne vor dem SPD-Ortsverein Süd. Die Altstadt sei in der nördlichen Oberpfalz einmalig, eine so intakte Stadtmauer finde man erst wieder in Rothenburg ob der Tauber.

Wörtlich sagte Kühne: "Wir haben genügend Parkplätze in den Tiefgaragen, wir haben eine kleinteilige Stadt mit einem ausbaubaren Geschäftsleben. Das sind Pfunde, mit denen die städtische Planung wuchern sollte." Amberg brauche kein City-Centrum wie Weiden, wo auswärtige Besucher zwar hineinfahren, dort einkaufen, aber zur Stadt, zum Leben in der Stadt nichts beitragen.

Hinweis auf freien Platz

Dass die Vorzüge Ambergs nur teilweise wahrgenommen würden, liege an den ungenügenden Hinweisschildern, manchmal an der Gestaltung der Parkgaragen beziehungsweise deren Vermietungskonzept: Die jetzigen Schilder, die oft schon verblasst seien, enthielten zu viele Informationen. Der Autofahrer aber will laut Kühne schnell einen Parkplatz finden. Dazu genüge ein Hinweis auf den nächsten freien Platz.

Auslastung bei 40 Prozent

Tiefgaragenstellplätze seien genügend vorhanden. Sie seien nur zu 30 bis 40 Prozent ausgelastet. Eine gezieltere Information könnte auch den Parksuchverkehr minimieren, die Altstadt ökologisch entlasten.

Die Bahnhofsgarage benötige einen neuen Namen. Markus Kühne schlug "Altstadtgarage" vor. Zudem seien eine andere Einfahrt, eine übersichtlichere Ausfahrt und breitere Stellflächen notwendig. Aus drei Plätzen sollte man zwei machen.

Nicht zu lösen ist nach Meinung des Baureferenten die Parksituation am Klinikum und dem Baumanngelände. Hier denke er an ein Parkhaus hinter dem neuen Multiplex-Kino, das mit einer Brücke Verbindung zum jetzigen Mariendeck habe. Brücken seien billiger, ästhetischer aber auch frauenfreundlicher als lange Tunnels unter den Straßen.

Die frühere Entscheidung, den Bereich des Baumanngeländes als Konkurrenz zur Innenstadt so auszubauen, halte man inzwischen für falsch. Sie habe der Altstadt massiv geschadet. Freilich wollte man damals das Baumanngelände sinnvoll nutzen.

Für mehr Barrierefreiheit

Breit diskutiert wurde auch die Verkehrssituation bei den Bahnunterführungen, wobei sich derzeit nur an der Regensburger Straße eine Lösung abzeichnet. Angesprochen auf das Thema "Barrierefreiheit" , meinte Markus Kühne, dass zu viele Stelltafeln und Verkaufsständer die Fußgängerzone zustellten. Eine Satzung, die Wege für Kinderwagen und Rollstühle frei lasse, sei in Arbeit.
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