Bayernliga Nord: FC Amberg im Oberpfalzderby gegen den ASV Neumarkt
"Das wird ganz, ganz schwer"

Beide haben keine Wahl, für beide wird's eng - wenn auch aus ganz unterschiedlichen Gründen. Der FC Amberg muss gewinnen, um die Konkurrenz um den Kampf zur Regionalliga-Qualifikation aus dem Weg zu räumen. Gegner ASV Neumarkt (Samstag 16 Uhr) darf nicht verlieren, wenn er nicht in den Sog des Abstiegs gezogen werden will.

In den hat ihn die Niederlage am 1. Mai in Selbitz (1:2) gebracht, die Elf von Trainer Erich Hock ist mit ihren 30 Punkten derzeit auf dem letzten Platz (14) der Bayernliga Nord, der die Rettung bedeuten würde. Vielleicht - denn Neumarkt hat nur mehr ein Heimspiel gegen Haibach. Ansonsten nur Auswärtsspiele: Amberg, Trogen, Ammerthal und Aubstadt.

"Denen steht das Wasser bis zum Hals. Das wird ganz, ganz schwer. Immerhin hatten sie Großbardorf und Forchheim am Rande einer Niederlage", sagt einer, der es wissen muss: Hubert Kirsch, Sportlicher Leiter des FC Amberg, und bester Kenner des ASV Neumarkt. Denn Kirsch war in verschiedenen Funktionen selbst lange Jahre beim ASV Neumarkt aktiv.

Der FC Amberg, der steht jetzt Gewehr bei Fuß, den TSV Großbardorf auf dem dritten Rang abzulösen, der zur Qualirunde berechtigt. Seit vier Runden ist der ASV Neumarkt ohne Sieg, allerdings sind da Gegner wie Forchheim (1:1) und Schweinfurt (0:3) dabei, da kann man schon verlieren - wie die Amberger auch wissen. "Personelle Probleme", macht Neumarkts Co-Trainer Alois Guttenberger in erster Linie verantwortlich für die brisante Lage, die sich nach einer Niederlage gegen den FC Amberg akut verschärfen würde. "Eigentlich müssen wir ja in Selbitz klar führen", singt Guttenberger ein negatives Lied auf das letzte Spiel: "Aber weil unser Kader nur aus 13 einsetzbaren Spielern besteht, und die Spieler aus den unteren Klassen jetzt einen gewissen Substanzverlust nicht verkraften können, deshalb sind wir auch in diese Lage gekommen."
Die Niederlage aus dem Hinspiel gegen den FC Amberg, der sich seinerzeit schon beim 3:1 (Müller, Karasu, Graml) erlaubte, klarste Chancen zu vergeben, hat auch dazu beigetragen. Auch zuletzt war es ein großes Manko beim FC Amberg, dass er trotz drückender Überlegenheit, überlegener wie man eben nicht sein kann, nur mit 1:0 in Kleinrinderfeld gewann. Der FC Amberg hat dennoch gegenüber dem ASV Neumarkt die Favoritenrolle im eigenen Stadion inne.

FC Amberg: Götz, Meyer, Wiechers, Ceesay, Graml, Yumak, Plänitz, Müller, Lieder, Werner, Backens, Gorgiev, Laurer, Götzl, Backens, Möller, Bölük, Lombardi, Birner (Tor).
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