Bis dahin laut Stadt insgesamt 215 Betreuungsplätze für Ein- bis Dreijährige - Ende 2013 50,8 Pr ...
Quote Ende September fast erfüllt

Hoffentlich sind es keine Märchen, die den Kindern beziehungsweise ihren Eltern zum Thema neue Betreuungsplätze für unter Dreijährige erzählt werden - nicht vom Erziehungspersonal, eher anderswo. Archivbild: Hartl

Der Stichtag 1. August ist nicht zu schaffen. So viel steht jetzt schon fest. Es wird voraussichtlich Ende September werden, bis in Amberg der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ein- bis unter dreijährige Kinder fast erfüllt ist. Genauer gesagt sind dann rechnerisch 33,86 der gesetzlich geforderten 35 Prozent erreicht. Zumindest wenn die derzeit im Bau befindlichen Plätze wie geplant fertig werden und die Betreuung in der Tagespflege und den Kindergärten so weitergeht.

Diese Zahlen legte der Leiter des Amberger Jugendamtes, Richard Donhauser, gestern Nachmittag in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Rathaus vor. Und noch eine ganze Menge mehr: Rechenexempel, die zwar durchaus realistisch sind, weil sie von tatsächlichen Kinderzahlen in der Stadt zum Stand 20. März ausgehen, aber letzten Endes stehen sie halt nur auf Papier. Demnach sollen bis Ende September zu den 72 bestehenden Krippenplätzen 84 weitere hinzukommen: 36 bei Siemens, 24 im Klinikum St. Marien (bei beiden in erster Linie für den Nachwuchs der Beschäftigten) sowie jeweils 12 in den Kindertagesstätten Am Schelmengraben und St. Georg.

Rechnet man zu diesen Zahlen die 31 ebenfalls unter Dreijährigen in der Tagespflege und die gleichaltrigen gegenwärtig schon in den Kindergärten untergebrachten 28 Buben und Mädchen hinzu, kommt man auf eine Gesamtsumme von 215 Betreuungsmöglichkeiten. Angesichts der 635 sogenannten "Rechtsanspruchskinder" ergibt das die eingangs erwähnte Quote von 33,86 Prozent. In seiner Auflistung verschwieg Richard Donhauser aber auch nicht den Prozentsatz ohne die in Tagespflege und Kindergärten untergebrachten unter Dreijährigen (insgesamt 59). Er läge Ende September nur mehr bei 24,57 Punkten. An Krippenplätzen sollen zu diesem Zeitpunkt 156 existieren.
Zum Jahresende sieht die Rechnung laut Jugendamtsleiter schon wieder wesentlich besser aus. Da rangiere die Versorgungsquote allein mit fertigen Krippenplätzen bei 41,57 Prozent. Rechnet man vorhandene Tagespflege und Kiga-Betreuung hinzu, sogar bei 50,87 Prozent. Das kommt durch weitere Plätze, die bei folgenden Einrichtungen entstehen sollen: Lebenshilfe und Bayerisches Rotes Kreuz jeweils 24, Johanniter 36 sowie Hochschule und Pfarrei St. Josef je 12. Summa summarum sind das 108, so dass mit den 72 existierenden und 84 voraussichtlich bis Ende September fertigen insgesamt 264 Plätze zur Verfügung sein sollen.

Darüber gab es im vielköpfig besetzten Jugendhilfeausschuss übrigens keinerlei Diskussion oder Nachfragen. Donhausers Zwischenbericht diente auch nur "zur Kenntnis".
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