29.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

"Brutal starker" TSV Großbardorf beim FC Amberg - Beste Abwehr, brandgefährliches Sturmduo Furchtlose Gallier

Nach dem Topspiel gegen Tabellenführer Forchheim und den zwei Derbys gegen Weiden und Ammerthal gehen die Festspielwochen beim FC Amberg gleich weiter. Am Samstag, 30. August, um 16 Uhr kommt der TSV Großbardorf.

Den Schwung aus dem Derby mitnehmen, leidenschaftlich und mit der gleichen Einstellung spielen und "auch zu Hause zeigen, was wir können", fordert Ambergs Trainer Timo Rost von seinen Spielern (im Bild vorne Oliver Gorgiev) vor der Partie gegen den TSV Großbardorf. Bild: Ziegler
von Autor MREProfil

Bei den Galliern, die im Vorjahr Tabellensechster in der Fußball-Bayernliga Nord waren, könnte die Fußballwelt derzeit kaum schöner sein: Tabellenplatz 4 mit 17 Punkten, dazu noch ein Nachholspiel (in Eltersdorf) und erst eine Niederlage (0:1 gegen SpVgg Bayern Hof). "Ein wunderbarer Start, der besser kaum hätte sein können", bilanziert Trainer Dominik Schönhöfer (43), der zu Saisonbeginn den Posten von Hansjürgen Ragati übernahm.

Vier Gegentore

Eines ist unter dem neuen Trainer besonders auffällig - die Abwehrstärke. Mit erst vier Gegentoren stellen die Unterfranken die beste Abwehr der Liga: "Wir haben sehr viel Wert darauf gelegt, erst einmal hinten gut zu stehen", so Schönhöfer. Dass trotzdem Tore fallen, dafür sorgen vor allem zwei Offensivkräfte: Alexander Mantlik und Manuel Leicht. Mantlik traf diese Saison bereits fünf Mal, Kapitän Leicht drei Mal. In den zwei abgelaufenen Spielzeiten waren die beiden für 64 Treffer verantwortlich.

Auch wenn die Gallier in dieser Spielzeit "erst" 14 Tore machten - Trainer Schönhöfer weiß, was er an dieser Offensive hat: "Durch unsere defensivere Grundordnung kreieren wir nicht mehr so viele Chancen wie im Vorjahr. Aber mit diesen Stürmern hat man immer die Möglichkeit, ein Tor mehr als der Gegner zu machen." Trotzdem will der Neuling auf der Bayernliga-Trainerbank das Spiel in Amberg erst mal auf sich zukommen lassen: "Von uns erwartet niemand etwas Großes. Wenn wir was mitnehmen können, ist es schön - aber wir gehen nicht mit Angst nach Amberg."

Die hat man beim FC aber auch nicht vor Großbardorf, der Respekt ist allerdings da. "Es kommt eine brutal starke Mannschaft, die mit Recht so weit oben steht", sagt Ambergs Trainer Timo Rost, der auf die Leistung seiner Mannschaft aus dem Derby gegen Ammerthal aufbauen will, auch wenn nicht alles perfekt gelaufen sei. "Vom Kampfgeist und der Einstellung bin ich mehr als zufrieden. Aber wir haben noch zu viele Großchancen für den Gegner zugelassen. Das wichtigste aber war, dass wir nach dem schnellen Ausgleich nicht eingebrochen sind, sondern unser Spiel bis zum Schluss souverän durchgezogen haben."

Die Serie stoppen

Rosts Forderung an die Mannschaft ist deshalb eindeutig: "Leidenschaftlich und mit der gleichen Einstellung spielen - und dann auch zu Hause zeigen, was wir können." Heißt konkret: Die Großbardorfer Serie (vier Siege aus letzten fünf Spielen) stoppen und gewinnen.

Möglicherweise auch mit dem reaktivierten Benjamin Werner in der Startelf. "Er ist topfit, ackert und kämpft bis zum Umfallen - so ein Mann hilft uns immer", so Rost. Fehlen werden hingegen Christopher Sommerer (Schlag auf Knöchel), Simon Schwarzfischer (beruflich verhindert) sowie Andre Karzmarczyk (Magen-Darm-Infektion). Hinter den Einsätzen von Alexander Jobst und Marco Seifert (beide Knieprobleme) stehen noch Fragezeichen.

FC Amberg: Götz (1), Haas (24), Brandl (20), Ceesay (15), Gorgiev (5), Jobst (23), Konjevic (4), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Lincke (19), Morin (22), Plänitz (13), Wiedmann (10), Dietl (8), Seifert (16), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).

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