Cerny spricht bei CSU Karmensölden über Planänderungen und neue Kooperation der Fraktionen
Forum: Auch OB denkt neu nach

Die CSU-Vertreter und ihre Gäste hatten das Seidl Bier in der Hand und wurden so dem Titel der Veranstaltung gerecht. Natürlich sprachen Ortsvorsitzender Norbert Wasner und OB Michael Cerny (Dritter und Vierter von rechts) auch wichtige Themen wie die Forum-Zukunft an. Bild: gf

In Amberg zeichnet sich eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden großen Stadtratsfraktionen ab. Das hob Oberbürgermeister Michael Cerny am Samstag beim Feierabend-Seidl des CSU-Ortsverbands Karmensölden hervor, nachdem die AZ am gleichen Tag diese Nachricht bereits gemeldet hatte. Der OB bestätigte seinerseits erste Gespräche der beiden Spitzen über neue Pläne zur Zukunft des Ex-Kaufhauses Forum und zum ehemaligen Bürgerspitalareal.

Cerny sagte, er könne sich im früheren "Storg" im Erd- und ersten Obergeschoss Einzelhandelsgeschäfte vorstellen, ganz oben dagegen großzügige Penthouse-Wohnungen und im zweiten Stock könnte das Stadtbauamt angesiedelt werden. Die in die Jahre gekommene Liegenschaft in der Steinhofgasse, wo es für die Behörde von Jahr zu Jahr enger werde, könnte dann anderweitig überplant werden.

"Schwarze Null" genügt

Sollte eine der städtischen Tochtergesellschaften das ehemalige Forum übernehmen, stünde nicht eine Rendite von bis zu acht Prozent, wie sie Privatinvestoren anstreben, im Vordergrund, betonte der OB, eine "schwarze Null" würde bereits genügen. Das betreute Wohnen, das ursprünglich für das ehemalige Bürgerspitalgelände angedacht war, ist nach seiner Auskunft so nicht mehr aktuell. Denkbar sei heute eher Wohnen für Jung und Alt.

Ein Dauerthema ist obendrein das "Parkproblem, das gelöst werden muss", wenn Amberg gegenüber vergleichbaren Städten konkurrenzfähig bleiben will, meinte der Oberbürgermeister ungeschminkt. Parken auf der Kräuterwiese, dann den vierspurigen Ring überqueren, um die Innenstadt zu erreichen, das sei vielen schon zu aufwendig. "Parken ist heute was Emotionelles", meinte Cerny. Ideal für ein stadtnahes Parkhaus erschien ihm der Multifunktionsplatz am Anfang der Bahnhofstraße (AZ berichtete am Samstag über erste Überlegungen des Baureferats dazu).

Lösung für Parkprobleme

Eine Parkplatzlösung muss nach seinen Worten auch für das Klinikum St. Marien her, denn man könne einer Krankenschwester nicht zumuten, dass sie nach dem Schichtwechsel in der Nacht noch einen langen "dunklen" Weg zu ihrem Auto antreten müsse. Überaus positiv sah der Oberbürgermeister den "Bautrend in Amberg". Baugeld sei so günstig wie nie; allerdings werde es mittlerweile zum Problem, Handwerker zu finden, die noch Kapazitäten frei hätten.

Bauen war das Stichwort für den CSU-Ortsvorsitzenden Norbert Wasner. Er wollte von Cerny wissen, wie es um ein neues Baugebiet in Karmensölden stehe. Vorerst keine konkreten Planungen, lautete die klare Antwort des OB.

Ein diskutiertes Dauerthema war ferner das in Karmensölden von vielen Fahrern vorgelegte zu hohe Tempo. Aus dem Ortsteil Eglsee kam zudem Kritik an der neuen Straßenbeleuchtung, bei der zwar Energieeinsparung vorgesehen sei - aber: "Sind da nun nicht zu viele Lampen aufgestellt worden?", lautete für manche Bürger die Frage. Zwei Stunden standen neben dem Oberbürgermeister, dem CSU-Ortsverbandschef Norbert Wasner, CSU-Kreischef Martin Preuß auch Stadtrat Daniel Müller und Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz für anschließende "Vieraugengespräche" zur Verfügung.
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