Check: Krankheiten frühzeitig erkennen
Ein "Zuckerl" für die Blutspender

Blut ist bis heute durch nichts zu ersetzen, weshalb das Rote Kreuz die Bürger dazu aufruft, regelmäßig die Spendetermine wahrzunehmen, um schwerkranken Menschen und Unfallopfern zu helfen. Zusätzlich erfahren die Blutspender aber durch entsprechende Untersuchungen auch etwas über ihre eigene Gesundheit. Dadurch lassen sich Krankheiten frühzeitig erkennen. Archivbild: Hartl

Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen zählen mit zu den häufigsten Gesundheitsrisiken der heutigen Gesellschaft. Nur durch eine frühzeitige Entdeckung der Krankheiten können gravierende gesundheitliche Einschränkungen vermieden werden. Aufschluss über Risiken oder bereits bestehende Erkrankungen können die Blutwerte geben. Deshalb bietet der Blutspendedienst des BRK all jenen, die Blut spenden, als besonderes Dankeschön zusätzliche Untersuchungen an.

Nach Auskunft der Hilfsorganisation werden bei jeder Blutspende Blutdruck, Puls und der Hämoglobinwert kontrolliert. Darüber hinaus gibt es für besonders engagierte Spender eine Zusatzuntersuchung: den Gesundheitscheck.

Erstspender motivieren

Dieser umfasst folgende Untersuchungen: Werte für Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes (Blutzuckerwerte), für "Arterienverkalkung" (Blutfettwerte) und für Leber-, Nieren- und Gallenerkrankungen (unter anderem Enzyme Gamma-GT, GOT, GPT, Harnsäure, Bilirubin). Diesen kostenlosen Gesundheitscheck bekommen laut Blutspendedienst des BRK alle Frauen, die drei Mal und alle Männer, die vier Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut gespendet haben. Auch wer einen Erstspender dazu motiviert, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen, bekommt diese kostenlose Untersuchung.

Puls und Blutdruck

Außerdem werden bei jeder Blutspende weitere Untersuchungen vorgenommen, so das Bayerische Rote Kreuz in einer Pressemitteilung. Dazu zählen Kontrolle von Blutdruck, Puls und Körpertemperatur durch einen Arzt, Messung des Gehalts an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin), Untersuchung auf Erreger beziehungsweise Antikörper gegen Gelbsucht (Hepatitis A, B und C) oder HIV. Getestet wird außerdem auf die Geschlechtskrankheit Syphilis.

Über den Befund dieser Standarduntersuchungen werden die Blutspender nach Angaben des BRK nur informiert, wenn Auffälligkeiten bestehen. Die Ergebnisse des Gesundheitschecks hingegen gibt es zusammen mit einer Tabelle mit Normwerten entweder schriftlich per Post oder über das Webportal www.blutspender.net.
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