CSU hält hier ähnliche Entwicklung wie am Spitalareal für denkbar: Dienstleistung und Wohnen
Sogar Forum "ins Positive gedreht"

"Ein lange nicht durchschlagener Knoten kann jetzt aufgelöst werden." So sieht Baureferent Markus Kühne den wieder aufgenommenen Auftrag zur Entwicklung des Bürgerspitalgeländes. Er bestätigte am Donnerstag die CSU-Fraktion in ihrer Ansicht, dass durch die Neugestaltung des Areals "das richtige Außensignal gesetzt", ja sogar das problematische Thema Forum "ins Positive gedreht werden kann" (siehe Seite 17).

Denn "wir müssen uns endgültig von der Vorstellung verabschieden, dass dort ein Investor ein klassisches Einkaufszentrum realisiert", machte Vorsitzender Dieter Mußemann beim Ortstermin seine Sichtweise klar. Der CSU-Fraktion gehe es jetzt darum, "nach kreativen Lösungsansätzen zu suchen". Dabei könne sie sich auf dem Forum-Areal einen ähnlichen Nutzungsmix aus Einzelhandel, Dienstleistungsflächen, Wohnen und Parken vorstellen, wie er am Bürgerspitalgelände wieder aktuell wird.

Töchter "in der Pflicht"

Zum Thema Forum forderte Mußemann, dass "wir uns darauf verständigen müssen, wie und durch wen die Kaufverhandlungen wieder aufgenommen und intensiviert werden". Nicht verhehlen wollte der Fraktionschef, dass er hier die zwei städtischen Tochterunternehmen Gewerbebau und Stadtbau "ganz stark mit in der Pflicht sieht".

Die Euphorie bremste Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer etwas ein, der betonte, dass die Forum-Liegenschaft ja nach wie vor nicht im Besitz der Stadt ist. Es liege an Eigentümer Manfred Reichholf von der RMI Immobilien GmbH, "ob er sich zu einem Preis davon trennt, der wirtschaftlich darstellbar ist". "Hier haben wir die Handlungsvollmacht", machte der OB fürs Bürgerspitalareal deutlich, "drüben (Forum) ist sie uns eigentlich entzogen".
Aber zumindest fürs Abbruchgelände Seniorenheim avisierte Markus Kühne nach gegenwärtiger Planung schon mal einen Platz- und Aufenthaltscharakter ähnlich wie am sanierten Roßmarkt: samt Brunnen, hübschen Innenräumen und Grünflächen zwischen den ohnehin reduzierten Gebäudemassen. Dazu gebe es nach der Wettbewerbsplanung, die sich gut in die Realität umsetzen lasse, viele Wegeverbindungen, die Frequenz in dieses neue Gebiet bringen sollen. Auch damit ist laut Kühne schon "viel erreicht" auf diesem jetzt eigentlich komplett verbauten und bislang undurchlässigen Grundstück.

Dieter Mußemann bezeichnete die vorliegenden Pläne als "unheimlich gelungen" und "echte Aufwertung" für die östliche Altstadt. (Angemerkt)
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