Das sagen das Veterinäramt und die Stadt

Einen "super Ernährungs- und Pflegezustand" der rund 80 Tiere attestierte Dr. Werner Pilz, als er im Mai 2012 den Circus Voyage auf dem Dultplatz unter die Lupe genommen hatte. Das Nilpferd könne sich in einem "Riesencontainer" ins Wasser legen und diesen auch selbstständig wieder verlassen, hieß es damals. Elefanten, Nashorn und Giraffen verfügten nach Meinung des Veterinäramtsleiters über ausreichend Platz und Futter.

Ob auch in diesem Jahr alles in Ordnung ist, davon will sich Dr. Melanie Fruck vom Veterinäramt am Freitag überzeugen. Die Tierärztin sagte am Dienstagnachmittag, dass eine unangemeldete Überprüfung ebenfalls auf ihrem Terminplan steht. "Ich beschäftige mich schon seit zwei Wochen mit dem Zirkus", ließ die Ambergerin wissen, die Wert auf die Feststellung legt, dass die Pressemitteilung der Tierschützer nicht der Grund für die Kontrolle sei: "Wir machen das immer."

Peta bittet in der Mitteilung an die Medien die Stadtverwaltung darum, ein kommunales Wildtierverbot für Zirkusbetriebe auf den Weg zu bringen. Auch dieser Wunsch ist nicht neu. Thomas Graml von der Pressestelle teilte auf Nachfrage mit, dass das Rathaus das Veterinäramt darum gebeten habe, sich von der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu überzeugen. Die Ergebnisse sollen laut Dr. Fruck am Freitag öffentlich werden. (tk)
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