Der schwedische Klarinettist Martin Fröst erzählt aus seinem Leben
Der Geige bald "ade" gesagt

Die Schülerinnen Christina Ferstl, Isabell Gollwitzer, Michaela Hoch, Lea Hohmann und Hanna Überschaer der Klasse 8b des Max-Reger-Gymnasiums Amberg interviewten bei ihrem Besuch den schwedischen Klarinettisten und Solisten Martin Fröst.

Warum haben Sie sich für die Klarinette entschieden?

Fröst: Zuerst habe ich Violine gespielt, weil meine Eltern auch Violine gespielt haben, aber dann habe ich Mozarts Klarinettenkonzert gehört und mich in diese Musik verliebt.

Wie ist es für Sie, wenn Ihr Moment bei einem Konzert kommt?

Fröst: Ich bin immer aufgeregt, aber in einer positiven Richtung, denn diese Aufregung hilft mir, mich zu konzentrieren. Egal wie viel ich übe, ich bin immer aufgeregt.

Wie lange üben Sie täglich?

Fröst: Gute Frage. Zurzeit habe ich Schüler und übe mit ihnen. Wenn ich daheim bin, übe ich bis zu fünf Stunden, wenn ich reise, auch drei bis fünf Stunden. Aber nicht nur, wie lange man übt, sondern auch wie man übt, ist wichtig.

Wie können wir uns Ihren Alltag vorstellen?

Fröst: Dirigenten und Solisten haben keinen wirklichen Alltag. Wir arbeiten und planen immer im Voraus. Ich versuche zum Beispiel, zu Hause zu sein, wenn meine Kinder Ferien haben. Schließlich sehe ich meine Familie nicht oft, aber wenn dann alle da sind, ist das perfekt. Aber man plant nicht nur das Familienleben, sondern allgemein.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Fröst: Ich möchte natürlich so weitermachen, aber ein bisschen weniger Auftritte wären schön. Natürlich möchte ich auch wieder zu manchen Orchestern zurück, zum Beispiel nach Bamberg. Ich versuche immer, mir vorzustellen, was ich in der Zukunft denke. Dann will ich nicht merken, dass ich Dinge falsch gemacht habe. Ich will mir nicht sagen müssen, ich hätte mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen müssen. Ich will, dass ich dann sage: Ich habe alles richtig gemacht!
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