Der Tag der Wahrheit
Angemerkt

Nach 90-minütigem Debattieren und Streiten gab es im November vergangenen Jahres ein ziemlich eindeutiges Ergebnis: 26 Stadträte stimmten einer möglichen Realisierung einer öffentlichen Tiefgarage auf dem brachliegenden Innenstadt-Grundstück der Bürgerspitalstiftung zu, 15 lehnten dies ab. Gleichzeitig erging der Auftrag für ein Gutachten, ob so ein Parkhaus überhaupt machbar ist.

Was bei dieser Verkehrsuntersuchung, für die der in Amberg schon mehrfach aktiv gewordene Professor Harald Kurzak verantwortlich zeichnet, herausgekommen ist, erfährt heute Nachmittag der Bauausschuss. Bisher ist nichts durchgesickert. Schwer zu sagen, in welche Richtung Kurzak tendiert. Rein nach dem Bauchgefühl wäre es durchaus denkbar, dass eine Garage für die Allgemeinheit zwar möglich ist, dafür aber ein (zu) hoher Preis gezahlt werden müsste.

Alles aber nicht mehr als Kaffeesatzleserei. Heute im Laufe des Nachmittags wissen wir mehr. Und es werden sich Fragen ergeben, deren Beantwortung rasch erfolgen sollte. Zum Beispiel: Bleibt der vermeintliche Investor aus Hamburg auch dann noch an der Forum-Immobilie interessiert, wenn Kurzak gegen den Bau einer öffentlichen Tiefgarage ist? Und was gedenken in diesem Fall die Einzelhändler als nächstes zu unternehmen, die in Sachen "Tiefgarage für alle" 3400 Befürworter-Unterschriften gesammelt hatten?
Gegen die öffentliche Variante haben sich bisher Teile der SPD sowie die ÖDP, die Grünen und die Freien Wähler positioniert, genauso wie die Interessengemeinschaft Menschengerechte Stadt.

Hintergrund Dauerparkplätze heiß begehrt

Amberg. (usc) Im IHK-Gremium ist am Montag, wie Vorsitzender Dr. Rolf Pfeiffer danach mitteilte, eine lebhafte Diskussion über eine Tiefgarage an der Bahnhofstraße geführt worden. Im Anschluss an die Sitzung bekräftigte Pfeiffer die klare Forderung der IHK, dass man einfach mehr Parkraum brauche, ob in einer öffentlichen oder in einer Quartiersgarage. Das gelte für die gesamte Innenstadt und nicht nur für den Bereich Forum.

Pfeiffer berichtete, dass jetzt schon enormes Interesse an Dauerparkplätzen in der Bürgerspital-Garage bestehe. Nach seinen Informationen sei die Nachfrage weit größer als die Zahl der Plätze, die voraussichtlich zur Verfügung stehen werde. IHK-Geschäftsführer Johann Schmalzl fügte hinzu: "Jeder Bewohner der Innenstadt, der eine Quartiersgarage hat, macht Plätze frei auf öffentlichen Stellflächen."

Eine Verbesserung verspricht man sich im Gremium vom angekündigten neuen Parkleitsystem. In diesem Zusammenhang riet Schmalzl dazu, es dann auch richtig zu bewerben.
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