25.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Die Erinnerung muss leben Angemerkt

von Markus Müller Kontakt Profil

Ein militärisches Erbe ist fast immer ein schweres Erbe. Manchmal kleben Hakenkreuze drauf. Doch selbst wo die fehlen, geht es selten ohne Tod, Blut und Tränen. Das Militär und die Menschen, die es bilden, die Soldaten, sie stehen eben für das Kriegshandwerk, sie lernen es. Das schließt das Blutvergießen ein, auch das des eigenen Blutes.

Und darin liegt der Wert der Militärhistorischen Sammlung in der Leopoldkaserne. Neben all den Waffen, Orden oder Uniformen zeigt sie die Menschen: als Soldaten in der Ausbildung, im Kasernendienst, im Krieg, als Leidende, als Sterbende, als Inhalt von Massengräbern. Es sind nicht blitzende Helme, polierte Gewehre oder hochgerüstete Panzer, die den Betrachter dieser Schau berühren.

Es sind die Schicksale der Menschen. Erfahrbar in den Schrecken des Ersten Weltkrieges, wo die Infanteristen ihre gefallenen Kameraden nicht mehr begraben konnten, so dass die Ratten in den Stellungen nach ihren Berichten "so groß wie Katzen" wurden. Ablesbar an der Liste der Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944, die rasend schnell hingerichtet wurden, nachdem ihr Attentatsplan gescheitert war. Unter ihnen Albrecht Mertz von Quirnheim, der von 1914 bis 1920 in Amberg das Gymnasium besucht hatte.

Es wäre jammerschade, wenn es nicht gelänge, diese Sammlung als geschlossene Einheit in der Stadt zu halten. Oder wenn sie ab 2017 erst einmal eingelagert werden müsste, weil es noch kein neues Domizil für sie gibt. Dann würden etliche private Leihgeber ihre Erinnerungsstücke wohl wieder zurückholen und das viele Herzblut, das in 30 Jahren in diese Sammlung investiert wurde, würde sich in Enttäuschung verwandeln.

Polizeibericht Rathaus nicht mehr barrierefrei

Amberg. Bei der letzten Renovierung wurde ein Personenaufzug Baujahr 1985 im historischen Rathaus eingebaut. Nun ist der Lift in die Jahre gekommen und muss dringend durch ein neues Modell ersetzt werden. Am Mittwoch, 27. August, beginnt die Demontage des alten Aufzugs. Er kann dann nicht mehr benutzt werden. Die Arbeiten werden bis Freitag, 19. September, andauern. In dieser Zeit ist das Rathaus nicht barrierefrei erreichbar. Da die zuständige Firma für den Umbau einen direkten Zugang zum Rathaus benötigt, besteht in dieser Zeit am Hallplatz vor dem Rathaus-Hintereingang keine Parkmöglichkeit.

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