"Diskussion gegeneinander" führt aus Wolfgang Dandorfers Sicht nicht weiter - Weststadt ohne ...
OB: Altstadt braucht Parken und Wohnen

Nachdem Wolfgang Hottners Aussagen zur Garagenfrage auf dem Bürgerspitalgelände und zum vorliegenden Verkehrsgutachten für einige Verwunderung im Stadtrat gesorgt hatten (Seite 17), sprang ihm Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer bei. Vor allem eine Bewertung seines Beitrags, wie sie SPD-Fraktionschef Florian Fuchs vorgenommen hatte, fand der OB "unangebracht".

Er wollte Hottners Meinung pro öffentliche Tiefgarage, die auch der Forderung vieler Einzelhändler in der Stadt entspreche, zumindest gelten lassen und nicht abqualifizieren. Für Dandorfer hat der Wunsch nach mehr Parkmöglichkeiten in Geschäftsnähe in der Innenstadt durchaus seine Berechtigung, wenngleich er selbst keine Garantie sah, dass das tatsächlich für die gewünschte höhere Kundenfrequenz samt Umsatzplus sorge. Der OB betrachtete es als mindestens genauso wichtig, wieder mehr Wohnen in die Altstadt zu bringen (samt Stellplätzen für die Bewohner - Stichwort Quartiersgarage), weil das ebenso Lebendigkeit und Vielfalt fördere. Das eine gegen das andere auszuspielen - "die Diskussion gegeneinander", wie sie ansatzweise aufflammte - fand er falsch.
Wolfgang Hottner (FDP) dankte für den Hinweis, beharrte aber darauf, dass "Einzelhändler und Dienstleister auf öffentlichen Parkraum angewiesen sind". "Wenn wir die Altstadt in Zukunft beleben wollen, brauchen wir nicht nur Wohnen, sondern auch mehr Parkmöglichkeiten", sagte der Liberale, der als entsprechendes "Erfolgsmodell" die Marienstraße zum Vergleich heranzog. Einschränkend wies der OB in diesem Zusammenhang auf das nahe gelegene Klinikum mit seinen über 1500 Beschäftigten hin, die in diesem Bereich den Parkdruck erheblich verschärften.

Und er erinnerte an die Weststadt, die vor Jahren ebenfalls immer wieder mehr Parkmöglichkeiten bis hin zur einstigen Idee einer Hochgarage im Maltesergarten forderte. Dass die Geschäftsleute dort angesichts der Überlegungen für eine öffentliche Tiefgarage am Bürgerspital-Areal und damit eine weitere Stellplatzerhöhung im Osten der Altstadt "nicht schon Zeter und Mordio schreien", wunderte den OB im Rückblick auf die vergangenen Wochen glatt.

Das braucht es nach der Ablehnung jetzt nicht mehr, aber prinzipiell zeigte sich Dandorfer offen dafür, "noch einmal zu überlegen, wie können wir unseren Parkraum optimieren". Auch das Wort von einem Parkhaus auf dem Fachhochschul-Gelände nahm er schon mal in den Mund.
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