30.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

DJK Ammerthal kontra FC Amberg: Im Derby wird's zur Sache gehen - Samstag 18 Uhr "Mit der nötigen Härte"

Das Duell zwischen der DJK Ammerthal und dem FC Amberg am Samstag, 23. August, um 18 Uhr ist ein Lokalderby, wie es im Buche steht, trennen beide Vereine auf der Landkarte doch nur knapp sieben Kilometer.

von Autor MREProfil

Aber noch mehr ist es diesmal eine Partie zwischen zwei Teams, die mit der bisherigen Saison alles andere als zufrieden sein können. Beide stehen mit dem Rücken zur Wand, wenn auch mit unterschiedlichen Vorzeichen: Der FC Amberg hat nach zwei Niederlagen in Folge (gegen Forchheim und Weiden) als Tabellenneunter derzeit nur wenig mit der angepeilten Tabellenspitze zu tun.

Warten auf Heimdreier

Noch schlimmer stellt sich die Tabellensituation für die DJK Ammerthal dar: Nur 5 Punkte, Platz 16 - und noch immer wartet man in Ammerthal auf den ersten Heimsieg der Saison. Zwei Punkte gab's in vier Spielen zu Hause - zu wenig, weiß auch Trainer Andreas Speer: "Wir spielen richtig gut gegen Großbardorf und Regensburg, aber belohnen uns einfach nicht. Bei den zwei Unentschieden wäre mehr drin gewesen."

Dazu gehören dann natürlich auch Tore, doch gerade da tut sich die DJK derzeit schwer. Erst sieben Treffer hat man erzielt in acht Partien - hier seien aber alle gefragt, nicht nur die Stürmer, so Speer: "Chancen hätten wir zur Genüge gehabt bisher." In Sachen Willen und Einsatz könne er seinem Team keine Vorwürfe machen, Zählbares sollte dann aber doch mal dabei herausspringen. Turbulenter war die Woche allerdings beim FC Amberg. Verweigerte Vorstandsvorsitzender Helmut Schweiger nach dem lust- und emotionslosen Auftritt des FC bei der 0:2-Derbyniederlage gegen Weiden direkt nach dem Spiel noch eine klare Jobgarantie für Trainer Timo Rost ("Kein Kommentar"), stellte er sich während der Woche hinter seinen Trainer und forderte eine Reaktion der Spieler, genau wie Rost selbst: "Ich will sehen, dass die Spieler alles für den Verein und die Fans geben. Wenn sie sich reinhauen und alles geben, gibt's von unserer Seite keine Kritik." Dass Redebedarf bestand nach dem Derby gegen Weiden, versteht sich von selbst, dementsprechend wurde im Training auch gearbeitet: "Die Spieler mussten richtig schwitzen, es ging voll zur Sache, aber wir haben brutal gut gearbeitet." Dass jetzt nach dem Derby gegen Weiden gleich das nächste gegen Ammerthal ansteht, sei nun mal so und ändere nichts an der Situation: "Egal, ob es gegen Ammerthal oder Aubstadt oder sonst wen geht: Entscheidend ist, dass die Spieler das, was im Training sensationell gut klappt, mit dem richtigen Einsatz auf das Spiel übertragen."

Klare Worte, die man in Ammerthal so entgegennimmt. Dass es beim FC derzeit nicht so läuft, sei kein Vorteil, Amberg sei trotzdem klarer Favorit, erklärt DJK-Trainer Speer. Doch der 50-Jährige verspricht Gegenwehr: "Wir wollen nicht die graue Maus sein, die nur nebenher schleicht. Wir müssen zwar nicht unbedingt gewinnen, aber werden uns auch nicht verstecken, sondern das Derby konzentriert angehen."

Vier fehlen

Der FC Amberg kann für die Partie am Samstag personell aus dem Vollen schöpfen, in Ammerthal lichtet sich das Lazarett nur langsam. Fehlen werden definitiv Jan Fischer und Alexander Bucher (Oberschenkelzerrung), Ralf Maas (Knieverletzung) und Tobias Laurer (Aufbautraining).

Ammerthals Trainer gibt dann aber gleich noch die Richtung vor, in die es am Samstag gehen soll: ,,Nur mit Willen, Präsenz und der nötigen Härte im Zweikampfverhalten sind im Derby gegen einen Aufstiegskandidaten Punkte zu holen."

DJK Ammerthal: Schmidt (Rückennummer 25), Lehmann (30), Vollath (2), Leikam (4), Götzl (16), Jank (3), Lämmermann (19), Seidel (22), De Biasi (10), Siebert (17), Kotzbauer (13), Lincke (12) Fromholzer (27), Eberl (23), Haller (8), Meyer (24), Harmel (6), Becker (7) Wodniok (11), Boesler (14).

FC Amberg: Götz (1), Sommerer (25), Brandl (20), Ceesay (15), Gorgiev (5), Jobst (23), Konjevic (4), Karzmarczyk (18), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Lincke (19), Morin (22), Plänitz (13), Schwarzfischer (21), Wiedmann (10), Dietl (8), Seifert (16), Seitz (9), Wiesner (7).

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