11.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Dominik Zametzer trifft in der 91. Minute zum 3:2 für Jahn Forchheim - Ausgleichstor durch ... Joker besiegelt Niederlage des FC Amberg

Da macht der dreifache Torschütze Max Schreyer (Mitte) einen Luftsprung vor Freude, Ambergs Torwart Alexander Auer (links) und Philipp Wagner (rechts) können nur zuschauen. Dem Stürmer der SpVgg SV Weiden II gelang in der ersten Hälfte ein Hattrick, er schraubte sein Torkonto auf fünf Treffer insgesamt hoch. Bild: hfz
von Autor LSTProfil

Pech in der Schlussphase: Der FC Amberg kassierte im Spitzenspiel der Bayernliga Nord bei Jahn Forchheim in der 91. Minute den dritten Treffer zum 3:2. Nach dem Anstoß kämpfte sich André Karzmarczyk bis vier Meter vor die Grundlinie durch und legte auf Marco Seifert zurück, der das 3:3 markierte. Das sah auch Schiedsrichter Marcel Geuß so, der schon auf Tor entschieden hatte - ehe ihm sein Assistent zurückpfiff und eine Abseitsstellung anzeigte.

Die Meinungen über den Spielverlauf gingen nach dem Abpfiff auseinander: "Ein Unentschieden wäre nicht verdient gewesen. Meine Jungs haben wesentlich mehr in dieses Spiel investiert als Amberg", erklärte Michael Hutzler, Trainer der SpVgg Jahn Forchheim. Seine Mannschaft bleibt an der Spitze der Liga, der FC Amberg rutscht auf Platz sieben ab. "Wir hätten uns einen Punkt verdient gehabt, zumal das 3:3 durch Marco Seifert aus meiner Sicht kein Abseits war", sagte Bernd Scheibel, der Sportliche Leiter des FC Amberg.

Ambergs Trainer Timo Rost vertraute fast der gleichen Elf wie vor Wochenfrist. Alexander Jobst war studienbedingt in Berlin und Sven Seitz hatte sich im Training eine Zerrung zugezogen und fiel aus. Dafür hatte Frank Lincke seine Rot-Sperre abgesessen. Er begann ebenso wie Michael Brandl, und der FC Amberg setzte auf kontrollierte Offensive.

Nur wenige Fehler erlaubte sich Jahn Forchheim. Wie nach sechs Minuten, als Christian Knorr das 0:1 gelang. Knorr nahm einen Diagonalpass von Julian Ceesay volley und hämmerte diesen unhaltbar für Forchheims Keeper Rüdiger Beck in die Maschen. Die Forchheimer Antwort gab Oliver Seybold keine drei Minuten später. Ein überlegtes Zuspiel von Göbhardt schloss der 27-Jährige aus zehn Metern mit dem Außenrist ins lange Eck zum 1:1 ab.

Das 2:1 (41.) war sehenswert: Nach einer schönen Kombination schoss Maximilian Göbhardt den Ball aus 20 Metern unhaltbar für Ambergs Keeper Matthias Götz ins Tordreieck. "Wir haben die beste Halbzeit dieser Saison gespielt", erklärte Hutzler. Ansonsten gab es wenig Chancen auf beiden Seiten, die Abwehrreihen ließen fast nichts zu. So wurde eine Flanke nach innen auf den mitgelaufenen Knorr gerade noch von der Forchheimer Abwehr weggegrätscht, die FCA-Akteure liefen dreimal ins Abseits, jedes Mal eine enge Kiste.

Die Amberger mussten in der zweiten Hälfte mehr riskieren und den Weg nach vorne suchen. Und wiederum war Knorr am zweiten FC-Treffer beteiligt. Er hatte sich in der 65. Minute auf der rechten Seite durchgesetzt und passte nach innen. Dort landete der Ball beim mitgelaufenen Kai Hempel, der aus 14 Metern ins rechte untere Eck vollstreckte. Und es hätte für den Spitzenreiter aus Forchheim noch schlimmer kommen können, hätte Tobias Wiesner in der 74. Minute mehr Zielwasser getrunken gehabt: Einen Schuss des eingewechselten Andreas Graml konnte Beck nicht festhalten, den Abpraller brachte der Amberger Stürmer aus kurzer Distanz nicht unter. Wie man Fehler des Gegners konsequent bestraft, zeigte der Jahn in der 90. Minute, als sich eigentlich die meisten schon mit dem Unentschieden abgefunden hatten. Nach einem Amberger Einwurf an der Außenlinie brachte Graml den Ball nicht weit genug weg. Dieser landete bei Göbhardt, der aus 20 Metern draufhielt und die Latte traf. Der eingewechselte Dominik Zametzer (Hutzler: "Mein Joker") reagierte blitzschnell und schob aus kurzer Distanz flach zum 3:2 ab (91.).

"Wir haben Punkte liegen lassen. Diese müssen wir uns, wollen wir vorne dabeibleiben, nun am Freitag im Derby gegen die SpVgg SV Weiden holen", blickte Scheibel nach vorne.

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