Drei Tiere des Circus Voyage reißen aus - Danach halten sie Pfleger und Polizeibeamte auf Trab
Streifen jagen Zebras

Mithilfe von Absperrbändern beendeten Beamte den Ausflug der drei ausgebüxten Zebras. Bild: Polizei

Um allen Missverständnissen vorzubeugen: Der Amberger Citybus-Fahrer betonte, dass er nicht betrunken sei. Auf Nachfrage versicherte er zudem, auch sonst keine berauschenden Mittel zu sich genommen zu haben. Diese Hinweise mussten gestattet sein. Denn die Beobachtung, die er der Polizei schilderte, war außergewöhnlich. Der Mann sah auf dem Kinderspielplatz in Gailoh drei Zebras herumlaufen.

Als sich dann auch noch ein Radfahrer meldete, war laut Polizei klar, dass es sich um niemanden handelt, der einem "zum Narren" hält. Um es gleich vorwegzunehmen: Die entlaufenen Zebras sind mittlerweile wieder wohlbehalten im Circus Voyage.

Fehlen nicht bemerkt

Das Szenario, das an Ausschnitte aus Hollywood-Filmen erinnert, nahm am Donnerstag gegen 6.30 Uhr seinen Ausgang. Die Tiere hielten sich im Bereich der Straße zwischen Amberg und Haag auf. Aufgrund der Morgendämmerung und des Berufsverkehrs eine gefährliche Situation. Deshalb gab die Polizei laut Pressemitteilung sofort eine Warnmeldung heraus und beorderte zwei Streifenwagen zum Ort des Geschehens. Die Beamten konnten die drei Zebras dabei beobachten, wie sie in den nahe gelegenen Wald liefen. Die Einsatzkräfte folgten den Tieren und die Verantwortlichen des Circus Voyage, der gerade auf dem Dultplatz in Amberg gastiert, wurden telefonisch benachrichtigt. Niemand hatten das Fehlen der drei Zebras bis dato bemerkt. Mehrere Tierpfleger machten sich mit Eimern voller Leckereien auf, um die ausgebüxten Tiere wieder einzufangen.

In Richtung Pferdekoppel

Zu der Zeit liefen die Ausreißer an einem Kindergarten vorbei und weiter in Richtung Köfering. Dort befindet sich neben einem Fußballplatz das Gelände eines Reitvereins. Auf einer Koppel standen mehrere Pferde, zu denen die Zebras offensichtlich wollten. Deshalb zog es sie auf den Übungsplatz des SV Köfering, direkt neben der Koppel - ein Vorteil für die Beamten und die Tierpfleger. Denn der Fußballplatz ist an drei Seiten mit einem hohen Maschendrahtzaun umgeben, so dass nur noch eine abgeriegelt werden musste.

Mit Absperrbändern und mittlerweile acht Beamten gelang es, die Tiere in einen Sattelzug des Zirkusses zu treiben. Gegen 8.15 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Die Zebras waren wohlbehalten in der Obhut des Eigentümers zurück. Laut Pressemitteilung wurde kein Beamter verletzt und offensichtlich kein Verkehrsteilnehmer geschädigt. Die Verantwortlichen des Circus Voyage sprechen von "menschlichem Versagen". Die Tiere hätten ausreißen können, weil ein Pfleger den Käfig offen gelassen habe.
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