Drogenprozess wird zur endlosen Geschichte - 36-Jähriger legt Teilgeständnis ab
17 weitere Verhandlungstage

Das Mammutverfahren weitet sich zur schier endlosen Geschichte. Im Drogenprozess gegen zwei Männer aus Amberg und Sulzbach-Rosenberg sind unterdessen von der Ersten Strafkammer beim Landgericht Nürnberg-Fürth 17 weitere Prozesstage terminiert worden.

In der seit dem 26. November 2012 laufenden Verhandlung geht es um den bandenmäßig betriebenen Handel mit Heroin und Haschisch. Die beiden 36-Jährigen gelten als Führungspersonen in einer Gruppierung, der zum Großteil Leute aus osteuropäischen Staaten angehörten. Mehrere von ihnen sind bereits rechtskräftig abgeurteilt. Teilweise handelt es sich dabei um Übersiedler, teilweise flogen sie auch eigens aus ihren Heimatländern ein.

Zusätzlich zu den momentan abzuhandelnden Anklagepunkten, bei denen es um rund zehn Pfund Heroin und einen halben Zentner Haschisch sowie um die Gründung einer Einbrecherbande geht, ermitteln Staatsanwälte unterdessen erneut gegen die zwei auf der Anklagebank sitzenden Beschuldigten. Auch diese Nachforschungen drehen sich um Drogendelikte. Deshalb waren vor etwa drei Wochen weitere Haftbefehle gegen die Männer erlassen worden.

Einer der Angeklagten hat nun in der Vorwoche auf Anraten seines Amberger Verteidigers Jörg Jendricke ein Teilgeständnis abgelegt und damit sein Schweigen zumindest ein Stück weit gebrochen. Seine Beteiligung an wesentlichen Drogengeschäften und an einem Einbruch, bei dem in Nürnberg Textilien für nahezu 100 000 Euro in einem Outlet-Center gestohlen und nach Sulzbach-Rosenberg gebracht wurden, bestreitet der 36-Jährige allerdings.

Nach dem ursprünglichen Terminplan hätte der Prozess, bei dem eine Vielzahl von Zeugen aussagen, im Mai beendet werden sollen. Jetzt gibt es 17 weitere Verhandlungstage, ist ein Urteil für den 11. Juli ins Auge gefasst. Am Mittwoch wird sich die Strafkammer erneut mit etlichen Vernehmungen befassen müssen.
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