08.09.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

"Ein Szenario des Schreckens"

von Autor HOUProfil

Die Amberger Hütte in den Stubaier Alpen befindet sich im Besitz der Amberger Sektion im Deutschen Alpenverein (DAV). Für den Gesamtverband meldeten sich gestern in einer Sendung des Bayerischen Fernsehens zwei Sprecher zu Wort. Stefan Witty sagte: "Unsere Amberger Freunde sind vollkommen schockiert." Zudem, so fuhr Witty fort, fühle sich der DAV "mitten ins Herz getroffen".

Daran knüpfte Professor Heinz Röhle an. Er hob hervor, dass der DAV "44 Millionen in die Hütten dieser Region investiert hat" und die Amberger Hütte samt Grund dem Alpenverein gehöre. Von daher leitete Professor Röhle das Recht ab, bei dem gigantischen Wasserkraftprojekt ein Wort mitreden zu dürfen. In der Region um die Amberger Hütte gibt es nach Recherchen der BR-Reporter eine ganze Reihe von Privatgrundstückseignern. Sie könnten ihre Zustimmung verweigern. Allerdings befürchteten zu Wort kommende Naturschützer, "dass die Leute käuflich sind".

Die monströse Wasserspeicheranlage, für die allem Anschein nach mehrere Standorte untersucht werden, wurde in der Fernsehreportage als "Szenario des Schreckens" bezeichnet. Auch von Kanufahrern, die um die wild strömende Ötztaler Ache fürchten.

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