26.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Ergebnis des Symposions im Kunstkombinat ist dort von Donnerstag bis Sonntag zu sehen Vielfalt an Stilen und Techniken

Nach einer Woche gemeinsamen Lebens im "Habitat Kunstkombinat", des Diskutierens, Kochens, Essens und auch gemeinsamen Arbeitens stand am Freitagabend das große Feiern für die elf am Symposion beteiligten Künstler an. Dazu waren auch die Kunstfreunde aus Amberg und Umgebung eingeladen, die zur Vernissage recht zahlreich die Ausstellungsräume in der Neustift bevölkerten. Ihnen zeigte sich die ganze Vielfalt an Stilen und Techniken, in denen die einzelnen Werke ausgeführt waren.

Zur Vernissage waren die elf Künstler ins Kunstkombinat gekommen. Bild: Steinbacher
von Johann FrischholzProfil

Das Konzept der Symposien, die von den Hausherrinnen des Kunstkombinats, Marion Mack und Michaela Peter, ins Leben gerufen wurden, scheint aufzugehen. Kreative Köpfe aus Amberg mit zum Teil recht weit angereisten Gastkünstlern zusammenzubringen und eine Woche lang auf engem Raum - hier findet man schon gleich eine Verbindung zum vieldeutigen Titel "Habitat" - gemeinsam zu arbeiten.

Gerne Auskunft

Über die speziellen Eigenarten der Werke und ihrer Schöpfer gaben die Künstler gerne Auskunft, allerdings nicht jeder für seine eigenen. Vielmehr stellten sie sich gegenseitig vor, wobei der eine oder andere auch als Übersetzer für seine Kollegen fungierte. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein stand aber noch jeder einzelne Teilnehmer für Auskünfte über seine Arbeit Rede und Antwort und erläuterte gerne Details, die in den "offiziellen" Vorstellungen nicht behandelt wurden.

Dabei erklärten sie - einige waren schon im Vorjahr bei der "Suche nach dem Higgs-Boson" dabei -, warum sie für das Symposion wieder gerne nach Amberg gekommen sind: Die Atmosphäre in den Ateliers, den Ausstellungsräumen und dem Innenhof des Kunstkombinats sei für sie sehr inspirierend und der Kontakt mit anderen Künstlern anregend für die eigene Kreativität. Wer das Angebot annahm, den schaffensfreudigen Zeitgenossen bei der Arbeit zuzusehen, was im Laufe der Symposions-Woche für interessierte Kunstfreunde möglich war, konnte hautnah erleben, wie ein Werk entsteht. Und vor allem, wie es sich im Laufe des Schöpfungsaktes entwickelt und auch immer wieder verändert. So wurde bei manchen noch kurz vor Beginn der Vernissage letzte Hand angelegt.

Sogar Verpackungsmüll

Manches wirkt unvollendet, lässt aber die Intentionen der Künstler zumindest schon erahnen. Anderes ist nur mit grobem Strich skizziert und bildet einen eigenwilligen Kontrast zu Arbeiten, die die Aufmerksamkeit des Betrachters auf ihre Detailfülle lenken. Archaische Skulpturen stehen neben Versatzstücken unserer modernen Alltagswelt. Sogar der Verpackungsmüll einer großen amerikanischen Imbisskette wurde von berufener Hand zum Kunstwerk erhoben.

Die verschiedenen Sichtweisen des Themas "Habitat" kommen in den Arbeiten von Kurt Etzold, Heini Hohl, Max Jacquard (England), Lilian Kovacs (Ungarn), Marion Mack, Steffen Orlowski, Michaela Peter, Stefan Stock, Johann Sturcz, Marcus Trepesch und Hanna Regina Uber zum Ausdruck. Wer die einzelnen Werke noch einmal in ihrer ganzen, höchst unterschiedlichen Konzeption miteinander vergleichen möchte, hat dazu noch von Donnerstag bis Sonntag (28. bis 31. August) von 15 bis 18 Uhr im Kunstkombinat in der Neustift (ehemals Firma Eckert) Gelegenheit.

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