Erkenntnisse der Kripo Amberg helfen bei der Klärung - Über vier Jahre Haft gegen 46-Jährigen ...
Den Reifendieb zur Strecke gebracht

Amberg/Deggendorf. (hwo) Mit ihren Ermittlungsergebnissen hat die Amberger Kriminalpolizei wesentlich zur Klärung einer spektakulären Diebstahlsserie beigetragen. Der aus Sachsen stammende Täter wurde jetzt in Deggendorf zu einer Haftstrafe von über vier Jahren verurteilt.

Im Juni 2012 begann in der Oberpfalz, in Niederbayern und auch in Mittelfranken eine Serie von Eigentumsdelikten, bei der hochwertige Reifen, Alufelgen und Navigationsgeräte von Neuwagen gestohlen wurden. Als die Ermittler mit Nachforschungen begannen, fanden sie die Fahrzeuge aufgebockt vor. Dazu hatten dem Dieb Altreifen oder Steine gedient. Außerdem waren Scheiben eingeschlagen, um an die Navis im Wageninnern zu gelangen. Auch im Bereich der Amberger Kriminalpolizei gab es solche Straftaten.

Die Amberger Fahnder forschten intensiv nach und kamen auf einen damals 45 Jahre alten Mann mit sächsischer Abstammung, der erst wenige Wochen vor Beginn der Serie aus dem Gefängnis entlassen worden war. Zunächst aber galt der Verdächtige als verschollen. Die Diebstähle setzten sich im Juli und August 2012 fast täglich fort. Dabei nahm der Reifendieb oft weite Strecken in Kauf.
Als der arbeitslose Schweißer Ende August des Vorjahres mit acht geklauten Kompletträdern im Bereich von Ansbach festgenommen und in U-Haft gebracht worden war, kam es zu grenzüberschreitenden Polizeiaktionen. Die Kripo Deggendorf, zwischenzeitlich mit einem Sammelverfahren beauftragt, wurde mit tschechischen Fahndern in Teplice tätig. Dorthin hatte der Reifen- und Navi-Dieb seine Beute großteils verhökert und bei Hehlern verkauft. Auch sie wanderten hinter Gitter.

Insgesamt 57 einzelne Diebstahlsfälle standen in den polizeilichen Unterlagen. Sie wurden jetzt vor einer Strafkammer des Landgerichts Deggendorf verhandelt.

Der heute 46-jährige Sachse legte ein Geständnis ab, er wurde nach nur wenigen Stunden Prozessdauer zu vier Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Der von ihm angerichtete Schaden lag Schätzungen zufolge bei über 200 000 Euro.
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