13.06.2005 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

ERSC-Funktionäre geben sich zum 55-jährigen Jubiläum zuversichtlich - "Bissig, unschlagbar und ... Die schwärzesten Zeiten wohl überstanden

von Adele SchützProfil

Mit Stolz und Freude feierte der ERSC am Samstag sein 55-jähriges Bestehen, nachdem es vor fünf Jahren weniger Grund für ein ausgelassenes Fest gab. Der finanziell schwer angeschlagene Verein kämpfte zum damaligen Zeitpunkt um seinen Fortbestand. "Wir sind jetzt nach sehr harten Jahren aus dem Gröbsten raus und haben es geschafft, den Verein für Amberg und den Landkreis zu erhalten", ließ Manfred Guminski, Vorsitzender des ERSC, bei seiner Begrüßungsrede zum 55-jährigen Bestehen des Traditionsvereins wissen.

Zum Festakt waren OB Wolfgang Dandorfer mit Vertretern aus dem Stadtrat, MdB Barbara Lanzinger und Landrat Armin Nentwig sowie Mitglieder des ERSC erschienen. Manfred Guminski und Pressesprecher Oliver Heisel gaben sich sichtlich erleichtert darüber, dass die wohl schwärzesten Zeiten des Vereins überstanden sind. Denn Ende 1999 musste das Stadion wegen der hohen Verschuldung verkauft und 2003 dann die Insolvenz angemeldet werden.

Manfred Guminski habe es geschafft, den Verein mit aus der Misere zu führen, denn er habe ihm wieder eine klare Linie gegeben, lobte Dandorfer. Doch auch der Zusammenhalt der Mitglieder und der unermüdliche Einsatz von ehrenamtlichen Helfern trugen zum Überleben des Vereins bei. Die erste Mannschaft des ERSC spielt momentan in der Landesliga mit aufsteigender Tendenz.

"Wir haben uns zum Ziel gesetzt in die Bayernliga aufzusteigen, doch höher werden wir unter meinem Vorsitz nicht kommen", ist Guminski ganz realistisch. Großer Wert wird beim ERSC darauf gelegt, dass die erste Mannschaft aus der eigenen Jugend aufgefrischt wird, was zu 95 Prozent bereits geschieht. Um dies zu gewährleisten, bedarf es einer intensiven Jugendarbeit. 70 jugendliche Mitglieder betreiben derzeit aktiv Eishockey. Gerade die Jugendarbeit kostet dem Verein aber eine Menge Geld, das er aus Mitgliedsbeiträgen nicht abdecken kann. Hier ist man auf Sponsoren und Werbeträger angewiesen, die der ERSC dringend braucht.

Teuere Jugendarbeit

"Der Verein und die erste Mannschaft laufen soweit finanziell, doch die Jugendarbeit mit Kosten von rund 35 000 Euro pro Jahr, liegt uns schwer im Magen", so Guminski. Eine große Unterstützung in dieser Hinsicht findet der ERSC im Oberbürgermeister, der bei seiner Ansprache versicherte: "Wir werden die Sportförderung auf sehr hohem Niveau halten, um die Jugend weiterhin zu fördern, denn diese liegt mir besonders am Herzen." Er beließ es nicht bei Worten, sondern überreichte schon mal einen Scheck in Höhe von 550 Euro.

Oliver Heisel hatte für die Gäste noch einen kurzen Film mit dem geschichtlichen Rückblick des ERSC vorbereitet. 20 Eissportbegeisterte gründeten im Februar 1950 im damaligen Café des Hockermühlbades den Verein, Alfons Guttenberger übernahm den Vorsitz. Der größte sportliche Erfolg war 1998, als die erste Mannschaft in der "Hacker-Pschorr-Liga" spielte, die zweithöchste deutsche Eishockeyliga. Neben diesem sportlichen Erfolg ist den Mitgliedern des ERSC mit dem Bau des eigenen Stadions ein landesweit einmaliger Kraftakt unter Federführung von Andreas Fuchs geglückt.

Equipment der Lions

Bei einem anschließenden Gang durch die Kabinen der "Wild Lions" bekamen die Gäste einen Überblick über das Equipment der Spieler und deren ärztliche Versorgung. In der Kabine der Jugendmannschaften waren alte Eishockeyausrüstungen zu bestaunen und Wandtafeln mit der Geschichte dieser Sportart.

Nach dem offiziellen Festakt gab es Grillspezialitäten sowie Kaffee und Kuchen. Abends stieg dann die große Party im Zelt mit der Band "Feez", zu der auch Teilnehmer der "Inline-Night" eingeladen waren.

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.