Erst Sieg in Erlangen-Bruck, dann muss der Trainer gehen - Gestörte Chemie
FC Amberg feuert Mendez

Alberto Mendez. Bild: hfz
Die Bombe platzte gestern Abend nach dem 2:0-Sieg des FC Amberg beim FSV Erlangen-Bruck: Vorsitzender Werner Aichner eröffnete dem völlig perplexen Alberto Mendez, dass er ab sofort als Trainer "beurlaubt" sei. Das gelte auch für Co-Trainer Steffen Ziegra. Die Entscheidung habe nicht er allein, so Aichner, getragen, sondern sei mit dem gesamten Vorstand - mit Vorstandvorsitzendem Helmut Schweiger und Sportlichem Leiter Hubert Kirsch, die beide momentan geschäftlich in Hongkong weilen - abgesprochen. Als Grund gab Aichner an: "In den letzten Wochen hat die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft nicht gestimmt." Wer das Amt von Mendez und Ziegra jetzt übernehme und die Mannschaft trainiere, sei noch offen.

"Die Vorstandschaft erhofft sich durch diesen Schritt, insbesondere vor dem anstehenden Spitzenspiel gegen Forchheim, noch entscheidende Impulse für die restliche Saison, um das angestrebte Ziel Relegation und damit den möglichen Aufstieg in die Regionalliga zu erreichen", gab Aichner als weitere Begründung an.
Der Trainer selbst war von den Socken: "Ich kann's nicht glauben", sagte Alberto Mendez. "Beurlaubung - das ist nur ein anderes Wort für Entlassung", kommentierte er die für ihn unverständlichen Geschehnisse nach dem 2:0 in Erlangen.

Mendez wollte sich nicht weiter dazu äußern: "Das muss ich erstmal verarbeiten, das ist für mich alles sehr überraschend gekommen. Vor einiger Zeit haben mir die Verantwortlichen des FC Amberg noch signalisiert, dass sie auch nächste Saison mit mir zusammenarbeiten wollen."
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