Erst Weiden, jetzt Ammerthal: FC Amberg im nächsten brisanten Spiel - Neunte Bayernliga-Runde
Nach dem Derby ist vor dem Derby

So stellt sich das der Vorstandsvorsitzende vor: "Kampf und Einsatz von der ersten bis zur letzten Minute" fordert Helmut Schweiger von den Spielern des FC Amberg (im Bild rechts Michael Brandl). Das soll am Samstag die DJK Ammerthal zu spüren bekommen. Bild: ref

(frü/dö) Der Stachel sitzt tief - die 0:2-Niederlage gegen die SpVgg SV Weiden hinterließ Spuren beim FC Amberg. Im Zentrum der Fan-Kritik steht Trainer Timo Rost, den Vorstandsvorsitzender Helmut Schweiger unter der Woche aus der Schusslinie nahm und die Spieler bei der Ehre packte: "Das war zu wenig. Ich fordere eine Reaktion, die nur heißen kann: Kampf und Einsatz von der ersten bis zur letzten Minute."

Das beste Gegenmittel für die Unruhe nach der Derbyniederlage gegen Weiden wäre ein Derbysieg gegen Ammerthal am Samstag, 23. August (18 Uhr). Nach acht Spieltagen der Fußball-Bayernliga Nord hat der FC Amberg elf Punkte - zum gleichen Zeitpunkt waren es in der vergangenen Saison zwei mehr.

Mit drei Siegen in den ersten vier Spielen startete die DJK Ammerthal im vergangenen Jahr in die Saison. In der aktuellen gab es bislang fünf Unentschieden und drei Niederlagen. "Gerade gegen Ansbach, Neudrossenfeld, Memmelsdorf und Haibach haben wir Punkte verschenkt", ärgert sich DJK-Trainer Andi Speer. Nach acht Partien sei es nun an der Zeit für den ersten Saisonsieg. Es wäre der erste für ihn als Ammerthaler Trainer gegen den FC Amberg. In der vergangenen Saison ließ der FC Amberg kein Gegentor zu, gewann am 14. August zu Hause 2:0 (Tore Francis Kioyo und Frank Lincke) und am 9. März das Rückspiel mit 1:0 durch ein Eigentor des Ammerthalers Bastian Leikam.

"Das war bitter", erinnert sich Speer an das 0:1. "Wir waren dran, dem FC Amberg den Zahn zu ziehen - und verlieren durch ein Eigentor. So etwas ist deprimierender als ein 0:5 in einem Spiel, in dem man völlig chancenlos ist."

Auch wenn beide Vereine den Erwartungen hinterher hinken, hält Speer nichts davon, das Spiel am Samstag zum großen Krisenduell aufzubauschen. "Es ist nicht das wichtigste Spiel, es ist nicht das letzte Spiel - die Saison geht danach weiter. Ich sage nicht, ausgerechnet im Derby muss der Knoten platzen."

Der Derbysieg in Amberg bleibt der SpVgg SV Weiden, über Platz eins durfte sich die Mannschaft von Trainer Christian Stadler allerdings nur einen Tag freuen. Am Samstag kehrte die SpVgg Jahn Forchheim mit einem 5:0-Sieg in Aubstadt wieder auf ihren Stammplatz zurück, den sie seit dem ersten Spieltag behauptet.

An dieser Konstellation dürfte sich auch am neunten Spieltag nichts ändern, denn die Forchheimer rechnen ebenso mit einem Heimsieg gegen den Würzburger FV wie die Weidener gegen den TSV Aubstadt.

2:1 gewann die Stadler-Elf in der Vorsaison ihr Heimspiel, in Aubstadt verlor sie 0:2. Allerdings waren die Unterfranken vor Jahresfrist als Vizemeister hinter Meister Bayreuth ein anderes Kaliber als heuer.

Mit vier Siegen in Folge pirschte sich Regionalliga-Absteiger Viktoria Aschaffenburg an das Führungsduo heran. Diesen Trend dürfte auch der VfL Frohnlach nicht stoppen können. Mit der SpVgg Bayern Hof ist auch der zweite Absteiger auf dem Weg nach oben. Gegner am Samstag ist Tabellennachbar SpVgg Ansbach.

Schon vier Mal verließ der SSV Jahn Regensburg II den Platz als Verlierer. Gegen Aufsteiger TSV Neudrossenfeld wäre alles andere als ein Sieg eine Blamage.
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