FC Schweinfurt und Trainer Klaus mit besten Karten - FC Amberg erwartet Tabellenführer
"Tür offen zur Regionalliga"

Vorsorglich hatte auch der Würzburger FV den Lizenzantrag für die Regionalliga gestellt, das hat sich nach der achten Niederlage in der Bayernliga Nord erledigt, auf ein Neues in der kommenden Saison heißt die Parole. Am 29. von 34. Spieltagen geht es zur SpVgg Bayreuth, die mit ihren 44 Punkten und dem 50. Tor nur mehr drauf aus sein kann, die 1:3-Niederlage aus dem Hinspiel am 12. Spieltag zu korrigieren.

Würzburg ist ausgeschieden aus dem Titelrennen, das ist die eine Tatsache. Die zweite ist, dass Tabellenführer Jahn Forchheim aus finanziellen Gründen nicht aufsteigen will oder kann - es kommt auf den Standpunkt an. Trainer Michael Hutzler sah das vor zwei Wochen noch anders: Vor 13 Jahren aus der Bayernliga in die Kreisklasse abgestiegen, dann fünf Meisterschaften und sechs Aufstiege, jetzt wäre die Regionalliga greifbar - und dann dieser Genickschlag. Der erste Platz ist für die Galerie, das Spiel in Amberg ebenfalls. Für den tut sich plötzlich eine völlig neue Situation auf, aus neun Punkten Rückstand wurden vier, und zwei Spiele weniger gegenüber Großbardorf. Jetzt, im Spiel eins nach Alberto Mendez, muss die Mannschaft alles tun, um ihrem eigenen Anspruch gerecht zu werden.
Ein zehnter Heimsieg des FC Amberg wäre Gold wert, denn Mitfavorit TSV Großbardorf - das beste Rückrundenteam - hat daheim im Derby gegen den TSV Aubstadt alle Trümpfe zum 12. Heimsieg in der Hand. Derzeit ist Großbardorf, nur eine Niederlage in den letzten sechs Spielen, mit 34 Zählern hinter Jahn Forchheim (35) das zweitbeste Heimteam und noch vor dem FC Schweinfurt 05 (33), für den der Titel zum Greifen nahe ist.

"Es sieht jetzt nicht schlecht aus, die Tür ist offen zur Regionalliga", sagt Schweinfurts Trainer Gerd Klaus. Am Samstag bei der Mitgliederversammlung werden die Schnüdel - nach einem Sieg gegen den ASV Neumarkt - schon fast Vollzug melden können. Was Neumarkt betrifft, so hatte Trainer Erich Hock gehofft, nach den Siegen gegen Sand (1:0) und Bamberg (2:0) gegen Kleinrinderfeld (1:1) den dritten Sieg binnen einer Woche einfahren zu können - daraus wurde nichts. So ist Neumarkt mit seinen 29 Zählern noch nicht sicher.

Bei der DJK Ammerthal geht es darum, den 3:2-Hinspielsieg gegen DJK Bamberg zu wiederholen, das ist durchaus machbar. Bemerkenswert bei Ammerthal ist, von den letzten sechs Begegnungen wurde nur eine gewonnen, aber viermal 1:1 gespielt.
Völlig vorbei scheint die Saison für den TSV Kleinrinderfeld, der sich langsam verabschieden kann, seine 13 Punkte reichen hinten und vorne nicht mehr. Mit Timo Katzenberger (37) hat sich Kleinrinderfeld zwar schnell einen Ersatz für den verletzten Michael Hellenbach besorgt, aber der wird gegen Selbitz auch nichts machen können. Noch zweimal übrigens spielt Kleinrinderfeld gegen den FC Amberg. Selbitz ist die Mannschaft der Stunde: Fünf Siege in den letzten sechs Spielen ohne Niederlage. Damit ist Selbitz drauf und dran, die Klasse zu erhalten.

Der FC Trogen braucht gegen Hollfeld unbedingt einen fünften Heimsieg, um noch Hoffnungen zu haben. Beim FC Sand fällt so etwas wie eine Vorentscheidung. Das Heimspiel gegen den FSV Erlangen-Bruck, der auswärts nur zweimal gewonnen hat, fünf Spiele lang ohne Sieg ist und in drei Spielen 13 Gegentore kassierte, muss den siebten Saisonsieg bringen.
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