Förderverein des Freibades will Öffnungszeiten je nach Wetter ausdehnen - Servicetelefon
Flexibel wie der Sonnenschein

Altglashütte. (nm) Aufbruchsstimmung beim Förderkreis für das Freibad Altglashütte: Der im vergangenen Sommer gegründete Verein will die beliebte Freizeiteinrichtung auf „gesunde Beine" stellen. Bei der Jahreshauptversammlung gab es dazu eine Reihe von Ideen. So wollen die Verantwortlichen mit flexiblen Öffnungszeiten auf das Wetter reagieren: „Warum soll das Bad nicht auch einmal schon um 8 oder 9 Uhr öffnen und erst um 22 Uhr schließen?“

118 Mitglieder haben die Initiatoren seit der Gründung um sich geschart. Die Hintergründe, warum es überhaupt zu einem Förderkreis kommen musste, schilderte am Samstag im „Haus Rose“ Vorsitzender Engelbert Träger. Ausschlag gebender Beweggrund sei die drohende Schließung des Bades durch die Stadt Bärnau gewesen. Die Kommune habe sich davon zwar abbringen lassen, werde heuer aber nur maximal 45 000 Mark zum laufenden Betrieb zuschießen.

Am Samstag Arbeitseinsatz

Um das Defizit innerhalb dieser Grenze zu halten, sind Fantasie und Arbeitskraft der Vereinsmitglieder gefragt. Seit Wochen laufen Sanierungsarbeiten an den Gebäuden und den Freiflächen. Träger rief auch gleich zum nächsten Einsatz auf: Er steht am kommenden Samstag ab 9 Uhr im Kalender.

Weiteres Ziel sei es, die Anlage insbesondere für Familien, Kinder und Jugendliche noch attraktiver zu gestalten: „Ein Beispiel dafür sind flexible, an die Witterungsverhältnisse angepasste Öffnungszeiten. Warum soll das Bad nicht auch einmal schon um 8 oder 9 Uhr öffnen und erst um 22 Uhr schließen?“, fragte Träger. Informationen dazu gebe es über zwei Service-Telefone: 09635/483 und 09635/91111.

Mit positiven Nachrichten wartete Kassier und Schwimmmeister Siegfried Walter auf. Nicht nur der Kassenbestand gebe Anlass zur Zufriedenheit („auch wenn wir dringend auf weitere Mitglieder und Sponsoren angewiesen sind“), sondern auch ein anderer Umstand: Auf Grund der zwischenzeitlich anerkannten Gemeinnützigkeit lassen sich Beiträge und Spenden nun steuerlich absetzen.

Förderkreis bäckt noch kleinere BrötchenDas große Interesse am dauerhaften Erhalt des Bades stellte unter anderem ein Vorschlag zur Senkung der laufenden Betriebskosten unter Beweis. Aus der Mitte der Versammlung wurde angeregt, eine Abdeckung für die Wasserflächen anzuschaffen. Schwimmmeister Walter zitierte jedoch Berechnungen, wonach Aufwand und Nutzen in einem Missverhältnis stünden. Für eine derart große Investition sei der Förderkreis finanziell derzeit auch noch nicht gerüstet.