Friede, Freude, Eierkuchen?
Angemerkt

Ist das nun der Schlussstrich unter den "Vorgang Bürgerspitalstiftung"? "Von den Anschuldigungen nichts übriggeblieben - Stadtrat spricht sich gegen ein Disziplinarverfahren für städtische Referatsleiter aus - Prüfungsberichte zum Thema ,Bürgerspital' vorgelegt", so lauteten die Überschriften der Pressemitteilung aus dem Rathaus. Es gebe keine Anhaltspunkte für eine Vertuschung von Zahlungsschwierigkeiten der Stiftung, hat das Rechnungsprüfungsamt danach befunden. Der Stadtkämmerer, so wird festgestellt, sei rehabilitiert.

In der Erklärung ist von Dingen die Rede, um die es am Montag im Stadtrat hinter verschlossenen Türen ging. Die Öffentlichkeit war also nicht dabei. Nicht, dass hier unterstellt werden soll, die Pressestelle der Stadt würde eine geschönte Mitteilung herausgeben, die derart abgefasst ist, dass das alles so klingt, wie man es gerne haben möchte.

Aber es fehlen einige Punkte in der E-Mail von Susanne Schwab, über die man auch gerne etwas erfahren hätte. Zum Beispiel, ob das Rechnungsprüfungsamt und Rechtsreferent Dr. Bernhard Mitko die Meinung des Kommunalen Prüfungsverbandes in München teilen, dass die Gelder, die an die Stiftung flossen, vom Stadtrat hätten beschlossen werden müssen.
Durchaus bemerkenswert, dass gestern, vier Tage nach dieser nichtöffentlichen Stadtratssitzung, noch keine Reaktionen von SPD, ÖDP, Freien Wählern und Grünen vorlagen, die schnell einen riesengroßen Skandal gewittert hatten. Aber vielleicht sind sie alle noch dabei, ihre Presse-Infos abzufassen und darin ihre Sicht der Dinge darzustellen. Wenn nicht, wäre das nicht minder bemerkenswert.

Im Blickpunkt

Bundeswehr betreut Kinder

Amberg/Gärmersdorf. (gfr) Etwa 1,2 Millionen Euro investiert die Bundeswehr in eine Kindertagespflege-Stelle, die voraussichtlich heuer im September öffnet. Bei einem Besuch des FDP-Bundestagsabgeordneten Rainer Erdel am Freitag beim Transportbataillon 270 stellte der Leiter des Familienbetreuungszentrums in der Schweppermannkaserne, Oberstabsfeldwebel Manfred Gaevert, die für die bayerischen Standorte bisher einmalige Einrichtung vor. In ihr werden sich vier Tagesmütter um zwei Gruppen mit je fünf Kindern zwischen sechs Monaten und drei Jahren kümmern - während die Eltern Dienst schieben. In einem energetisch auf den neuesten Stand gebrachten Gebäude stehen dafür gut 90 Quadratmeter, verteilt auf mehrere Räume, zur Verfügung. Außerdem können sich die Kleinen bei geeignetem Wetter draußen auf einem Spielplatz mit Piratenschiff und Kletterturm austoben. Die Pflegestelle, so Gaevert, wird vom Förderverein "Freundeskreis Familienbetreuung Kümmersbruck" unterstützt.
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