09.02.2012 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

"Gebührenpflichtige Verwarnung" am Amtsgericht Mit 15 Euro noch sehr gut bedient

von Autor HWOProfil

Es dürfte, zumindest mutmaßlich, eine der geringsten finanziellen Ahndungen gewesen sein, die es während der vergangenen Jahre am Amtsgericht Amberg gab. Hoch zufrieden mit seinem Anwalt und der Justiz zog ein 26-Jähriger dann auch von dannen, der mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung in Höhe von 15 Euro davon kam.

Eigentlich 50 Euro

Eigentlich hätte der Mann 50 Euro zahlen müssen. Vermutlich kein größeres Problem für ihn. Nur: Mit der durch Amberger Funkstreifenbeamte erstatteten Ordnungswidrigkeiten-Anzeige wäre auch ein Punkt in Flensburg fällig gewesen. Für andere leicht hinnehmbar, für den 26-Jährigen aber nicht. Er hatte schon eine stattliche "Punktesammlung" im Register und musste um seinen Führerschein bangen.

Was war geschehen? Die Polizisten stoppten den Beschuldigten auf der Bahnhofstraße in Amberg und bemerkten, was anderen womöglich nie und nimmer aufgefallen wäre. An seinem Auto älterer Bauart gab es Rücklichter ohne Reflektoren. Die seien unerlässlich, bemängelten die Uniformträger und schrieben daraufhin eine Anzeige.

Rücklichter ausgewechselt

Vor dem Amtsgerichtsdirektor Ludwig Stich räumte der 26-Jährige jetzt ein, die Rücklichter ausgewechselt zu haben. Er unterstrich aber auch zusammen mit seinem Anwalt Jürgen Mühl, dass die besagten Lichter an der Heckseite kurz vor der Anzeige den TÜV passiert hätten. Ohne Beanstandung und Rüge.

Man könnte es, beantragte Verteidiger Mühl, bei einer gebührenpflichtigen Verwarnung belassen. Diese Meinung teilte der Richter. Er verhängte 15 Euro und ließ vernehmen, die Verkehrssicherheit sei durch das Auswechseln der Rücklichter durchaus gewährleistet gewesen.

Führerschein behalten

Womit die Causa "Reflektoren" zu den Akten kam und der Angeklagte nicht länger um seine Fahrerlaubnis fürchten musste. Es sei denn, es würde demnächst eine neue Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr geben.

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