Geduldsprobe für Investor
Angemerkt

Zwei Stunden lang prallten am 25. Juli 2011 die Meinungen aufeinander. OB Wolfgang Dandorfer, SPD, ÖDP, Freie Wähler und Grüne plädierten für den Bau einer Quartiersgarage auf dem alten Bürgerspitalgelände. FDP und Teile der CSU-Fraktion sprachen sich dafür aus, den Tagesordnungspunkt aufgrund der "neuen Fakten" zu verschieben. Gemeint waren die 3400 Unterschriften für eine öffentliche Tiefgarage. 33 der 40 Stadträte stimmten damals dennoch für die Quartiersgarage.

Der Wunsch des potenziellen Forum-Investors muss jetzt außen vor bleiben. Gut möglich, dass sich das Interesse an Amberg auf ein Minimum reduziert. Schuld daran ist nicht etwa die im November vergangenen Jahres erfolgte Kehrtwende, die Machbarkeit einer öffentliche Garage doch noch zu prüfen, und auch nicht Prof. Dr. Harald Kurzak, sondern ein Versäumnis der Vergangenheit.

Das Gutachten, das jetzt vorliegt, hätten die Amberger bereits viel früher in Auftrag geben können, wenn nicht sogar müssen. Wer eine Immobilie wie das Forum beleben möchte, muss davon ausgehen, dass ein Investor sehr großen Wert auf Parkplätze legt. Befänden sich Kurzaks Erkenntnisse schon länger in der Schublade, hätte der aktuelle Forum-Interessent von Anfang an gewusst, was auf ihn zukommt und nicht noch ein halbes Jahr darauf warten müssen.

Im Blickpunkt Nentwig stellt sich wieder zur Wahl

Amberg. (tk) Drei Tage lang tagt der Bundesverband der Schädel-Hirnpatienten in Not im König-Ruprecht-Saal des Landratsamts. Bevor am Samstagmittag die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen stattfindet, kommen bereits heute alle Leiter und Sprecher der Regionalgruppen zu einer Fachtagung zusammen. Beginn ist um 15 Uhr. Bundesvorsitzender Armin Nentwig eröffnet das Treffen, in dessen Verlauf die einzelnen Verantwortlichen sich und ihre Arbeit vorstellen.

Weiter geht es morgen um 9 Uhr mit Workshops und Vorträgen zum Thema Versorgungs- und Finanzierungsprobleme bei Menschen mit Hirnschädigung, im Wachkoma, in der Rehabilitation oder in Pflegeeinrichtungen. Zu den Referenten gehören Vertreter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, der AOK, des Bundesverbandes selbst und ein Allgemeinmediziner.

Danach (etwa 15 Uhr) startet die Fachtagung, die am Samstag ab 9.15 Uhr eine Fortsetzung findet. Bei der Jahreshauptversammlung, die am Samstag um 12.30 Uhr mit dem Eintreffen der Mitglieder beginnt, stehen die üblichen Rückblicke, Aussprachen, die Entlastung des Vorstands um Nentwig und Neuwahlen auf der Tagesordnung. Auf die Frage, ob er wieder kandidieren wird, antwortet der seit der Gründung im Jahr 1990 amtierende Bundesvorsitzende: "Natürlich, das ist mein Lebenswerk."
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