03.06.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

In der Bayreuther Straße ging am Mittwochmorgen nichts mehr - Polizei löst Verkehrsknoten Ampelausfall verursacht Chaos

Der Protest kam prompt und geballt: "Pausenlos", so berichtete Polizeipressesprecher Oswald Ertl, klingelte am Mittwochmorgen das Telefon in der Einsatzzentrale der Ordnungshüter. Ein Ausfall der Ampeln an der Bayreuther Straße hatte die Autofahrer auf die Palme gebracht - und vorübergehend für ein totales Verkehrschaos auf der stark befahrenen Durchgangsstraße gesorgt.

von Heike Unger Kontakt Profil

Ohne die Lichtzeichen ging gar nichts mehr auf der Bayreuther Straße - und das ausgerechnet zur Stoßzeit, mitten im dicksten morgendlichen Berufsverkehr: Alle fünf Ampeln auf der Strecke waren gegen 7 Uhr ausgefallen, sie zeigten zum Teil "Dauerrotlicht" für die untergeordneten Straßen und schalteten dann auf gelbes Blinklicht um.

Härtetest für die Nerven

Schon mit Ampel-Regelung ist die Fahrt auf dieser Einfallstraße zu den Hauptverkehrszeiten ein Härtetest für angespannte Kraftfahrer-Nerven - ohne die regelnden Lichtsignale freilich rissen gestern reihenweise selbst die dicksten Geduldsfäden. Die ordnenden Hände mehrerer Streifenbesatzungen bekamen das Chaos dann aber doch sehr schnell wieder in den Griff: An den Kreuzungen Hirschauer Straße, Obersdorfer Brücke, Erzbergbrücke und Kugelfang übernahmen die Polizisten die Verkehrsregelung.

Nachdem die Beamten ihre Posten bezogen hatten, rollte die Blechlawine wieder in geordneten Bahnen - und das sehr viel flüssiger als normalerweise, per Ampel geregelt. Mancher Verkehrsteilnehmer mag sich angesichts dieser für die Dauer-Stau-Strecke ungewohnt flotten "Abfertigung" gewünscht haben, die Ordnungshüter würden dort doch einen Dauer-Posten beziehen - als Ersatz für jenen "Verkehrsdirigenten", auf den die Amberger bislang mangels der erforderlichen städtischen Haushaltsmittel vergeblich gewartet haben.

Ungewohnte Handzeichen

Die meisten Fahrer kamen nach Auskunft der Polizisten mit deren ungewohnten weil selten eingesetzten Handzeichen ganz gut zu Recht. Nur in wenigen Fällen, meist bei jüngeren Semestern, musste etwas nachdrücklicher gestikuliert oder gar gerufen werden, um einen zu forschen Fahrer zum Anhalten, oder einen zu zögerlichen zum Losfahren zu bewegen.

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