18.02.2011 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Interview mit Saxofonist/Sänger Axel Prasuhn - Konzert heute um 21 Uhr im Club Habana "Der Jazz ist mein Lebensprinzip"

Amberg. (wru) Spricht man über Jazz, fallen Begriffe wie Improvisation, Technik, Können und Erfahrung. Oftmals werden dabei die Komponenten Gefühl, Herz und Seele sträflich missachtet. Ein Verfechter der Jazz-Seele ist der Star-Saxofonist, Flötist und Sänger Axel Prasuhn aus Regensburg. Mit seiner Formation BooBoo's Soul Shack präsentiert er heute Abend um 21 Uhr im Club Habana (Vorreservierung 15 Euro) seine Interpretation der äußerst emotionalen Stilrichtung Souljazz.

von Redaktion OnetzProfil

Zusammen mit seinen Mitmusikern Toby Mayerl (Tasten), Michael Dandorfer (Gitarre), Wolfgang Berger (Bass) und Frank Holderied (Schlagzeug) will Axel Prasuhn zeigen, das Jazz keine Musik, sondern eine Lebenseinstellung ist. Im Interview plaudert der Vollblut-Musiker aus dem Jazz-Nähkästchen:

Sie sind Saxofonist und Sänger. Welche anderen Instrumente beherrschen Sie?

"Beherrschen" tue ich eigentlich immer noch kein Instrument. Aber ich arbeite noch dran und freue mich, dass es immer noch eine Steigerung gibt. Außer den genannten Instrumenten spiele ich noch Querflöte (wird auch im Konzert zu hören sein), Klavier und Kontrabass. Mein Lieblingsinstrument ist mal das eine, dann wieder ein anderes - das geht ein wenig nach Stimmung, Lust und Laune.

Wie kamen Sie zur Musik?

Zur Musik kam ich über meine Eltern, die in meiner Erinnerung jeden Tag irgendwas gesungen haben. Vater hat auch Klavier gespielt und mir im siebten Lebensjahr Unterricht ermöglicht.

Was macht Jazz für Sie aus?
Der Jazz ist - auf dem Weg über die Beatmusik der 60er Jahre - zu meinem Lebensprinzip geworden: "Glaube nicht, dass es etwas gibt, das fertig ist, aber versuche, es immer besser zu machen. Sei auch im Alltäglichen spontan und reagiere mit Offenheit auf das Unerwartete."

Welche Musiker oder Musikrichtungen haben Sie beeinflusst?

Ich habe Einflüsse aus fast allen Stilrichtungen aufgenommen. Auch mein klassisches Studium hat einen guten Teil zu meinem musikalischen Bewusstsein beigetragen.

Unter meinen Favoriten sind sowohl Gustav Mahler als auch die Beatles oder Cannonball Adderley und John Coltrane.

Was war das schönste Erlebnis, das Ihnen auf Tour widerfahren ist?

Da weiß ich keine Antwort: Es sind zu viele Situationen gewesen, die in der Erinnerung zu einem schönen Ganzen zusammengeschmolzen sind. Ein besonderes Erlebnis war auf jeden Fall eine Fünf-Wochen-Tour durch neun afrikanische Länder, die ich 1978 mit dem Joe-Viera-Sextett unternommen habe.

Sie spielen am Freitag im Club Habana. Was verbindet Sie mit Amberg - was gefällt Ihnen an der Stadt?

Amberg ist für mich eine Adresse, unter der ich viele sehr gute Musiker kennengelernt habe.

Aber auch die Stadt selbst hat großen Reiz durch ihre Architektur und viele kulturelle Veranstaltungen (Stadtmuseum), die ich gern besuche, wenn es die Zeit zulässt.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.