Joseph Haydns Oratorium mit drei Solisten am 28. April im ACC - Aufnahmen der SGS-Fotogruppe ...
Musikalisch und bildlich durch die "Vier Jahreszeiten"

André Khamasmie.
Joseph Haydn (1732-1809) schildert in seinem nach Frühling, Sommer, Herbst und Winter eingeteilten Oratorium "Die Jahreszeiten" aus der Perspektive der Bauersleute Hanne, Simon und Lucas den Ablauf eines Jahres, die Entwicklung der Natur, die Tätigkeiten, Freuden und Sorgen ländlichen Lebens. Das Oratorium "Die Jahreszeiten" wird am Sonntag, 28. April, um 19 Uhr im Amberger Congress Centrum aufgeführt.

Das besonders Reizvolle an dem Werk ist vor allem die musikalische Ausdeutung des Texts, der von dem Librettisten Gottfried van Swieten auf der Basis einer englischen Dichtung von James Thomson gestaltet wurde. So verfolgen die Zuhörer gespannt mit, wie bei der Jagd im Herbst die Hundemeute dem Hirsch hinterher hetzt, sie beobachten amüsiert, wie der Chor der Landleute nach ausgiebiger Weinprobe in taumelndem Rhythmus nach Hause wankt. Daneben aber gibt es auch Passagen poetischer Zartheit und feierliches Pathos, etwa bei der Darstellung des Sonnenaufgangs.

Die Aufführung dieses humorvollen, geistreichen und für seine Zeit modernen Werks wird unterstützt durch Fotografien, die der Siemens-Fotoclub (SGS-Foto-Amberg im DVF) aus den Arbeiten seiner Mitglieder ausgewählt hat, so dass zur musikalischen auch noch eine bildliche Farbigkeit kommt.
Dirigent Dieter Müller hat hierzu neben den erfahrenen Sängern der Amberger Chorgemeinschaft auch den jungen und fachkundigen Chor der Berufsfachschule für Musik des Bezirks Oberpfalz unter seinem Taktstock - eine Kombination aus reiferen und jugendlichen Stimmen, die schon beim Festkonzert zum 30-jährigen Jubiläum der Chorgemeinschaft sehr gut harmonierte. Den umfangreichen und klangvollen Orchesterpart übernimmt das dem Amberger Publikum bestens bekannte Sinfonieorchester Bohemia Prag. Als Solisten konnten Barbara Baier (Sopran), André Khamasmie (Tenor) und Daniel Blumenschein (Bass) gewonnen werden. Die aus Oberbayern stammende Sopranistin Barbara Baier wurde vom Amberger Publikum bereits bei verschiedenen Auftritten gefeiert. Sie hatte Verträge am Staatstheater am Gärtnerplatz in München und an den Theatern in Hannover und Ulm. Seit 2003 sang sie die Rolle der "Königin der Nacht" in Mannheim sowie am Staatstheater Stuttgart. Insgesamt pflegt die Sopranistin eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland mit Oratorien und Liederabenden. Rundfunk- sowie CD-Aufnahmen runden ihre vielseitige künstlerische Tätigkeit ab, die auch die zeitgenössische Musik mit einbezieht.
Auch den in Halle geborenen Bariton Daniel Blumenschein kennt man als einen der Stamm-Solisten der Chorgemeinschaft, dessen Gesang von der Kritik stets mit großer Anerkennung bedacht wird. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig im Hauptfach Gesang. Seinen sängerischen Schwerpunkt hat er auf das Konzertfach gerichtet. Er singt bereits seit einigen Jahren, mit großen Erfolgen, im In- und Ausland, alle Konzert- und Oratorien-Partien seines Stimmfaches. Dabei reicht seine Spannbreite vom Barock bis zu Uraufführungen der Moderne.

Mit seiner strahlenden, farbenreichen Tenorstimme und seinen kreativen Interpretationen erwirbt sich André Khamasmie zunehmend Ansehen und Format. Das Spektrum seiner sorgfältig ausgewählten Opernrollen reicht von Tamino und Belmonte bis hin zu Nemorino und dem italienischen Sänger in Richard Strauß' "Rosenkavalier". Der Sänger legte schon früh Wert auf ausgewogene Vielseitigkeit und erarbeitete sich ein exklusives und beeindruckendes Repertoire im Lied- und Konzertgesang sowie geistlichen Werken. Dabei arbeitete er mit renommierten Dirigenten wie Kurt Masur, Sir Roger Norrington, Herbert Blomstedt und Fabio Luisi. Seine Engagements führten ihn durch ganz Europa und ließen ihn bei zahlreichen CD-, Rundfunk- sowie TV-Produktionen mitwirken.

Eintrittskarten gibt es zum Preis von 28 beziehungsweise 24 Euro (ermäßigt: 22/18 Euro) bei der Tourist-Info Amberg oder an der Abendkasse im ACC. Die Veranstaltung wird vom Kulturreferat der Stadt gefördert.
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