19.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Juri Bock (49) erzählt von seinem Alltag als Schrebergartenbesitzer - Nach der Arbeit kommt das ... "Hier lässt es sich sehr gut aushalten"

Weg vom Stress des Stadtlebens mit seiner Hektik und den lärmenden Autos: Ein Maschendrahtzaun macht das möglich - dahinter verbirgt sich ein von außen unscheinbar wirkendes Gelände. Im Inneren der Kleingartenanlage Am Anger I jedoch wartet auf Juri Bock sein grünes Paradies, das ihn zum Träumen und Entspannen und vielem mehr einlädt. "Der Garten ist nicht zum Arbeiten, sondern fürs Genießen da", sagt der 49-Jährige lächelnd.

Nach der Gartenarbeit kommt das Vergnügen. Juri Bock genießt das idyllische Flair seines Schrebergartens in der Anlage Am Anger I gerne im Liegestuhl. Bilder: Huber (2)
von Redaktion OnetzProfil

Bunt gespickt mit schönen Pflanzen, Blumen und Obstbäumen erscheint sein 300 Quadratmeter großes Reich. Natürlich dürfen seine Gartenzwerge, die ihren festen Platz bei den Liegen gefunden haben, nicht fehlen. Das ist der Ort, an dem sich der Amberger von seiner Arbeit als Gussputzer zusammen mit Familie und Freunden erholt. Liebevoll hegt und pflegt er mit seiner Frau Lila (50) das grüne Fleckchen, da sie in einer Mietwohnung leben und somit keine andere Möglichkeit für einen Garten haben. Sie besitzen einen Apfel-, einen Kirsch- und einen Pflaumenbaum.

Familie Bock pflanzt noch Gemüse und Obst aller Art in ihrem kleinen Refugium an. Dort gibt es zum Beispiel Gurken, Tomaten und Zucchini, aber auch Honig- und Wassermelonen und sogar Weintrauben. Mit viel Arbeit und Liebe zum Detail haben sie sich so eine kleine Wellness-Oase aufgebaut. "Die Tomatenpflanzen habe ich selber aus Samen großgezogen. Sie wurden mir damals extra von meiner leider bereits verstorbenen Mutter aus Russland zugeschickt", erzählt der 49-Jährige stolz und hält die prallen und reifen Früchte in der Hand.

Seit circa sechs Jahren hat Familie Bock nun ihren Schrebergarten gepachtet. "Meine Frau und ich waren öfter bei Freunden hier eingeladen. Irgendwann wurde eine Parzelle frei und dann haben wir entschlossen, uns dieser tollen Gemeinschaft hier anzuschließen", berichtet Juri Bock. "Am Anfang mussten wir noch etwas das Gartenhäuschen renovieren, es zum Beispiel streichen und die Flächen neu bepflanzen", blickt der Amberger zurück. "Aber die Arbeit hat sich gelohnt."

In der Anlage gibt es eine bunt gemischte Gemeinschaft allen Alters und jeder Herkunft. "Es existieren keinerlei Probleme zwischen Jung und Alt und den verschiedenen Kulturen.

Das ist echt ein super Zusammenhalt hier", betont Juri Bock, "und jeder kann etwas vom anderen dazulernen. Denn jede Kultur hat anderes Essen und benutzt andere Pflanzen." Jährlich veranstaltet die Gemeinschaft ein Gartenfest, das immer gut besucht ist.

"Wir zum Beispiel bieten immer russische Spezialitäten wie selbst gemachtes Schaschlik an", sagt Juri, "dazu legen wir Nackenfleisch für mehrere Tage in eine spezielle Marinade ein und grillen es auf einem Spieß. Das ist wirklich sehr lecker."

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