Keine Garantie auf Parkplatz
Angemerkt

Über den Sinn und Unsinn von deutlich höheren Parkgebühren ließe sich natürlich vortrefflich streiten. Doch das wäre nur vergeudete Zeit. Der Entschluss der Stadträte steht unumstößlich fest: Für die bislang kostenlosen Stellflächen in der Marienstraße, hinter dem Bahnhof, bei der Hochschule für angewandte Wissenschaften, auf der Kräuterwiese und beim Kongresszentrum sind künftig pro Tag zwei Euro fällig. Das soll bekanntlich ordentlich Geld in die tatsächlich gar nicht so klammen Kassen der Stadt spülen.

Die Entscheidungsträger sind sich aber ihrer Verantwortung durchaus bewusst und haben ein Rabattsystem für alle Dauerparker entwickelt. 15 Euro im Monat, 120 pro Jahr - das klingt tatsächlich gut, moderat und fair. Aber nur auf den ersten Blick. Für Auszubildende oder alleinerziehende Mütter, die halbtags oder auf 450-Euro-Basis arbeiten, ist das dennoch relativ viel Geld. Sie sollen, so war im Ausschuss und zuvor auch im Stadtrat zu hören, doch einmal mit ihren Arbeitgeber reden, ob er die Gebühren vielleicht übernehmen könnte. Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass nicht jeder Chef sofort dazu bereit sein wird.
Den Betroffenen wird also nichts anderes übrig bleiben, als in den sauren Apfel zu beißen und sich eine Monats- oder Jahreskarte zu kaufen. Aus Sicht der Stadt wäre das Ziel dann erreicht. Doch ein nicht zu unterschätzendes Problem bleibt. Bei den Tickets verhält es sich wie bei den Anwohnerscheinen. Die Gebühr ist zu bezahlen, eine Garantie auf einen freien Parkplatz gibt es nicht und wird es auch nicht geben.

Reaktionen Gemeint waren die 285 000 Euro

Amberg. (tk) Irritationen gab es im Rathaus wegen eines Berichts, der in der Donnerstagsausgabe der AZ erschien. Unter der Überschrift "Weder Darlehen noch Vorschuss" ging es um eine Stellungnahme. In ihr hieß es, dass es sich bei einem Betrag, der von der Stadt an die Bürgerspitalstiftung floss, um einen Zuschuss für den Bau des neuen Altenheimes handelte. Dabei, so Pressesprecherin Susanne Schwab, waren nicht die rund 500 000 Euro gemeint, die als Kassenkredit oder Liquiditätsvorschuss gezahlt wurden, sondern das von Klaus Mrasek ins Spiel gebrachte dritte "Darlehen" in Höhe von 285 000 Euro.
Der ÖDP-Fraktionsvorsitzende hatte sich auf den Prüfungsverband berufen, der zu dem Ergebnis gekommen war, dass für die Überweisung ein Beschluss und ein Vertrag fehlten. Laut Schwab hat sich der Prüfer wohl dadurch irritieren lassen, dass die Summe in der Bilanz der Stiftung unter "sonstige Verbindlichkeiten" aufgeführt war, was rein buchungstechnische Gründe gehabt habe. In der jüngsten Sitzung des Stiftungsausschusses sei dieser Punkt geklärt und als erledigt betrachtet worden.
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