Knappschaftskapelle zieht positive Bilanz - Kein Nachwuchsmangel
Ausbildung entscheidend

Den Vorsitzenden der Knappschaftskapelle, Norbert Füger, kann man um seinen Posten nur beneiden, denn bei diesem weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Vorzeigeensemble läuft alles wie am Schnürchen. Bei der Jahreshauptversammlung in der Alten Reitschule meinte Füger, dass der Schlüssel zum Erfolg darin bestehe, dass nicht nur für das große Orchester ausgebildet werde. Auch werde gleichzeitig großer Wert darauf gelegt, dass neue Ausbilder auf ihre Tätigkeit vorbereitet werden.

Nur so könne ein Verein von Amateurmusikern derartige Leistungen über Jahrzehnte hinweg erbringen. Namentlich erwähnte Norbert Füger die Ausbilder Martina Kott, Michaela Krieg, Herbert Wawersig, Jaqueline Böhm, Thomas Prechtl, Eva Wilde, Kathi und Amelie Sütterlin, Max Nelz, Florian Füger, Bibi Häbel sowie Tim Lochner, außerdem die professionellen Lehrer wie Elke Beer, Richard Vogel, Georg Birner, Bernhard Müllers, Garry Böller oder Wolfgang Dersch. Nachwuchssorgen habe die Knappschaftskapelle nicht, denn nach wie vor gebe es genügend Eltern, die ihre Kinder wegen der hochqualifizierten Ausbildung anmelden wollen. Man könne es sich sogar leisten, auf die Werbung mit Instrumentenschnuppertagen zu verzichten.
Um die Knappschaftskapelle attraktiv zu erhalten, müssten die Aktiven noch besser in den Verein eingebunden werden, außerdem müsse jungen Musikern eine musikalische Heimat geboten werden, selbst wenn das im großen Orchester nicht einfach oder zeitweise unmöglich sei.

Zur Mitgliederentwicklung führte der Vorsitzende aus, dass ein geringfügiger Schwund festzustellen sei. Bei den unter 18-Jährigen könnten sich die männlichen Jugendlichen als Hähne im Korb bezeichnen, denn die Anzahl der Musikerinnen sei fast doppelt so hoch.

Aufgabe nicht leicht

Im vergangenen Jahr hätten neun Jugendliche an den Leistungsprüfungen des Nordbayerischen Musikbundes teilgenommen und dabei viermal das Jungmusiker-Leistungsabzeichen "Bronze" und fünfmal "Silber" erhalten.

Aushängeschild der Knappschaftskapelle sei das große Orchester unter musikalischer Leitung von Thomas Prechtl, dessen nicht leichte Aufgabe es sei, alle Musiker unter einen Hut zu bringen, denn Saxofone würden Bigbandmusik bevorzugen, Trompeter dagegen sähen sich als erste Stimme. Der Dirigent schaffe den Spagat und integriere dazu noch viele neue Gesichter aus den Nachwuchsreihen.

Große Herausforderung

Mit dem Nachwuchsorchester habe sich ein zweites großes Blasensemble etabliert, das sich selbst unter Erwachsenenkapellen behaupten kann. Treibende Kraft sei Kathi Sütterlin, die er, so Füger, künftig nicht mehr als Nachwuchsdirigentin bezeichne, sondern nur noch als Dirigentin des Nachwuchsorchesters.

Im Bericht des Dirigenten wies Thomas Prechtl auf Jahreskonzert, Malteserserenaden und bergmännisches Treffen in Freiberg hin. Die Desenzano-Fahrt habe zahlreiche kulturelle Eindrücke hinterlassen, aber auch das gemeinsame Konzert mit den italienischen Musikern bleibe vielen in guter Erinnerung.

Das Benefizkonzert habe die Georgskirche vollständig gefüllt und minutenlange stehende Ovationen seien seinen Musikern "runtergegangen wie Öl". Als Vertreterin der Jugendlichen erinnerte Kathi Sütterlin an die Hamburg-Fahrt, verbunden mit dem Besuch des Musicals "Tarzan". Eine große Herausforderung sei des Wertungsspiel in Hirschau gewesen, aber der Erfolg habe den jungen Musikern sichtlich gut getan.
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