Kreisklasse Süd: SVL Traßlberg und TSV Königstein zunächst im Fernduell, dann direktes Treffen
Zweikampf um Platz zwei

Wenn es eng wird, dann heißt das im Fachjargon Kopf-an-Kopf-Rennen: Der 1. FC Schlicht mit Thomas Specht (vorne) ist in der Kreisklasse Süd in der Nähe der abstiegsgefährdeten Zone. Da könnte es durchaus noch eng werden ... Bild: Ziegler

Ab sofort herrscht "Waffengleichheit" in der Kreisklasse, alle Mannschaften haben ihre 19 Punktspiele absolviert, sieben Pflichtspieltage stehen noch aus. Und der TuS Rosenberg führt mit 17 Punkten und immer noch unbesiegt vor dem SVL Traßlberg und dem TSV Königstein.

Nur dieses Duell um den zweiten Platz ist noch interessant, die Mannschaft von Michael Rudert und Christian Haller kann schon mal den Sekt bestellen. Jetzt spielt Rosenberg daheim gegen den SV Etzelwang, dann wird in Rieden oder spätestens im Heimspiel gegen die SpVgg Ebermannsdorf die große Sause erfolgen - spätestens. Rein theoretisch könnte Rosenberg schon am Samstag Meister werden - wenn die Konkurrenten am Sonntag unentschieden spielen oder verlieren. Etzelwang ist gut, mit dem Torverhältnis von 38:38 mit einer Besonderheit ausgestattet, hat aber daheim (11 Punkte) unerklärliche Schwächen. Im Hinspiel zog Patrick Wölfel mit drei Treffern kräftig vom Leder, am Ende stand es gleich 6:1 für die Rosenberger.

Die Caliskan-Elf aus Traßlberg und die Ringler-Truppe aus Königstein spielen um Platz zwei - beide 38 Punkte. Beide haben am 20. Spieltag durchaus lösbare Aufgaben: Traßlberg in Sorghof, Königstein daheim gegen den FC Schlicht. In diesen beiden Begegnungen sollte, obwohl Traßlberg schon dreimal nicht mehr gewonnen hat (1:3, 1:1, 2:3) für beide nichts anbrennen. Dann allerdings, am Sonntag in einer Woche am 21. Spieltag könnte die Entscheidung fallen: In Traßlberg treffen die beiden Kontrahenten direkt aufeinander. Das Restprogramm scheint sowohl für Traßlberg (Königstein, Schlicht, Etzelwang, Rieden, Ebermannsdorf und zum Finale daheim gegen Raigering II) machbar als auch für Königstein (Traßlberg, Etzelwang, Rieden, Ebermannsdorf, Raigering II und zum Ende daheim gegen Ammerthal). Große Stolpersteine sind da nicht mehr drin, es sei denn Traßlberg ist sich schon in Sorghof, und Königstein schon gegen Schlicht morgen im Weg.
Am Tabellenende wehrt sich Ebermannsdorf zwar gegen den Abstieg, aber viel Spielraum gibt es nicht mehr. Die Luft wird immer knapper für die Ebermannsdorfer, die sich beim SV Hahnbach II versuchen. Aufgrund der bisherigen Auswärtsschwäche (fünf von 27 Punkten) wird niemand mit großem Optimismus nach Hahnbach fahren. Zuversicht herrschte im Hinspiel nur kurz, 1:0 führte Ebermannsdorf - um dann noch 1:3 zu verlieren. In Ebermannsdorf sieht das Trainer Jürgen Jäger nicht ganz so: "So lange es rechnerisch noch möglich ist, so lange werden wir kämpfen", sagte er. Freilich sieht auch er schon ein: "Das Spiel in Hahnbach wird schon vorentscheidend. Wenn wir das verlieren, dann wird es ganz, ganz schwer." Das Restprogramm: Etzelwang, Traßlberg, Rosenberg, Königstein sind darunter, und jetzt eben Hahnbach. "In Hahnbach kommen wir personell am Hund daher", stellt Jäger fest: "Jetzt die Verletzung des Torwarts, im Winter zwei nicht eingeplante Abgänge und weitere Verletzte." Egal wie es ausgeht, Jürgen Jäger hält zur Stange, er wird auch im nächsten Jahr Trainer in Ebermannsdorf sein.
Nachbar Theuern spielt zum Finale am 26. Spieltag gegen den TuS Rosenberg, der ist zu diesem Zeitpunkt längst Meister. Aber hat Theuern zu diesem Zeitpunkt die Klasse erhalten? Wenn es hart auf hart kommt, dann steigen die beiden Nachbarn Ebermannsdorf und Theuern zusammen ab. Allerdings hat Theuern gegenüber Ebermannsdorf das leichtere Restprogramm. Jetzt daheim gegen die Reserve des SV Raigering. Die hatte Dusel im Hinspiel. Das endete 3:3, erst in der 87. Minute kam Raigering zum Ausgleich.

Die Reserve der DJK Ammerthal ist mit im Bunde wenn es um die Frage des Abstiegs geht, zusammen mit dem FC Schlicht, Sorghof II und dem SV Illschwang. Die Ammerthaler spielen in Neukirchen gegen eine Mannschaft, die das Mittelfeld erreicht und ein scheinbar leichtes Restprogramm. Der FC Schlicht wird in Königstein leer ausgehen, das kann angenommen werden. Jenseits von Gut und Böse ist der FC Rieden, für den gilt es, sich in Illschwang für die 1:2-Hinspielniederlage zu revanchieren.
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