06.09.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Kreisliga Süd: Derbysieger SSV Paulsdorf erwartet entthronte DJK Ursensollen - SV Freudenberg ... Breite Brust gegen hängende Schultern

Die Luft ist dünn an der Spitze der Fußball-Kreisliga Süd, das Haltbarkeitsdatum für den Tabellenführer nur begrenzt. Nach der TSG Weiherhammer, dem SVL Traßlberg und der DJK Ursensollen ist der TuS Rosenberg schon die vierte Mannschaft in dieser Saison auf dem Schleudersitz.

Am Boden: Nach sechs Spieltagen in der Kreisliga Süd ist der SC Germania Amberg (rote Trikots) die einzige Mannschaft noch ohne Sieg. Bild: ref
von Autor FRÖProfil

Im Kirwaspiel gegen den Tabellenfünften SV Freudenberg haben die Rosenberger zwei Rechnungen aus der vergangenen Saison offen, als sie zweimal verloren. Mit breiter Brust nach dem 1:0-Derbysieg gegen Freudenberg empfängt am siebten Spieltag der SSV Paulsdorf den entthronten Tabellenführer DJK Ursensollen, der nach der 1:4-Pleite gegen den FC Edelsfeld mit hängenen Schultern vom Platz schlich. Erst Freudenberg, dann Ursensollen, jetzt Traßlberg: Viel schwerer könnte das Programm für den FC Edelsfeld derzeit nicht sein.

Der TuS Kastl kletterte vergangenes Wochenende von Platz fünf auf Rang zwei und tritt nun beim SV Inter Bergsteig Amberg an. Der hat als Tabellenachter gerademal drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Noch ohne Sieg ist nur noch der SC Germania Amberg. Das Schlusslicht ist zu Gast bei Aufsteiger SV Loderhof/Sulzbach, der auch erst einmal gewonnen hat.

SV Loderhof       Germania Amberg
(bt) Das Glück hatte der SV Loderhof/Sulzbach in dieser Saison nicht sehr oft auf seiner Seite, denn schon zum zweiten Mal musste er in der Nachspielzeit ein Gegentor hinnehmen. Mit der Folge, dass wertvolle Punkte verloren gingen. Das soll gegen den SC Germania Amberg nicht wieder passieren. Die Gäste warten zwar noch immer auf den ersten Sieg, aber gerade solche Mannschaften sind gefährlich und sollten nicht unterschätzt werden. Wenn die Heimmannschaft im wahrsten Sinne des Wortes bis zur letzten Minute konsequent spielt und sich nicht in den eigenen Strafraum zurückdrängen lässt, sollte ein Sieg machbar sein.

TuS Rosenberg       SV Freudenberg
(kok) Durch den Sieg beim FC Luhe-Markt und die Ausrutscher der Konkurrenten empfängt der TuS Rosenberg als Spitzenreiter den SV Freudenberg zum Kirwa-Heimspiel. Um Platz eins auch über die Festtage zu verteidigen, muss die Haller/Rudert-Elf allerdings eine schwere Aufgabe lösen. Die Gäste zählen zu den Top-Favoriten auf den Aufstieg und sind gerade in der Offensive mit Greß, Neiß, Dotzler und Schlegl überdurchschnittlich gut besetzt. Das bekam der TuS auch in der vergangenen Saison zu spüren, als er in den beiden Spielen gegen Freudenberg insgesamt zehn Gegentore kassierte (4:5/2:5). Hinzu kommt, dass die Gäste nach der überraschenden Derbypleite gegen Paulsdorf sicher auf Wiedergutmachung aus sein werden und alles daran setzen, den frisch gekürten Spitzenreiter zu stürzen.

Beim TuS hingegen ist man sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf, der gerade mit Blick auf die Verletztenliste keine Selbstverständlichkeit war. Nun besteht sogar die große Chance, durch einen Sieg die Spitzenposition auszubauen und vor allem bereits ein kleines Polster zu den Freudenbergern zu schaffen. In der Defensive stand Rosenberg zuletzt ordentlich und ist gut gewappnet für die hochkarätige Offensivreihe der Gäste.

SV Schmidmühlen       FC Luhe-Markt
(fop) Stundenlanger strömender Regen ließ am vergangenen Wochenende kein Spiel in Schmidmühlen zu. Der Niederschlag veranlasste die Verantwortlichen zunächst dazu, das Spiel der zweiten Mannschaft abzusagen. Nachdem sich auf dem B-Platz bereits unter der Woche mehrere Maulwürfe und Wühlmäuse ausgetobt hatten, musste auch dieses Spielfeld gesperrt werden. Es kann zwar weiterhin für Kleinfeldspiele und Training genutzt werden, da der Platz nur punktuell "unterwandert" wurde, Großfeldspiele scheiden aber derzeit aus. Umso mehr fiebert man jetzt dem Spiel am Kirchweihsamstag gegen den FC Luhe-Markt entgegen.

Die Mannschaft von SV-Trainer Marco Eckstein muss zwar einige Ausfälle kompensieren (Hüttner, Lautenschlager und Spies verletzt, Thomas Weiß gesperrt), aber trotzdem zählen gegen Luhe nur drei Punkte. Schließlich erzielten die Schmidmühlener in den beiden bisherigen Heimspielen mit 9:0 Toren und 6 Punkten ein Traumergebnis und wollen sich das sicherlich nicht verderben lassen. Die Gäste führten am vergangenen Wochenende zunächst gegen Tabellenführer Rosenberg mit 1:0, mussten sich aber am Ende mit 1:5 geschlagen geben.

Inter Bergsteig       TuS Kastl
(hfz) In der "Liga der Überraschungen" empfängt der SV Inter Bergsteig den TuS Kastl, der bislang seine Hausaufgaben gemacht hat: Vier Siege, ein Unentschieden, nur eine Niederlage - Tabellenplatz zwei ist der Lohn dafür. Der SV Inter Bergsteig hingegen ist etwas angeknackst. Das Unentschieden gegen den SC Germania fühlte sich an wie eine Niederlage: Gutes Spiel, Torchancen und jeweils in der Nachspielzeit in Minute 46 und 94 dann doch noch die Gegentreffer zum Ausgleich. Inter-Trainer Andreas Scheler hat Woche für Woche eine anspruchsvolle Aufgabe zu lösen. Urlauber, Verletzungspech und Krankheit zwingen ihn jeden Spieltag dazu, eine neue Aufstellungsvariante zu kreieren. In der vergangenen Woche mussten fünf Spieler urlaubsbedingt ersetzt werden. Die für sie nominierten Spieler der U 23 meisterten ihre Aufgaben gut.

Gegen den Aufstiegsaspiranten muss der Gastgeber mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung Vollgas geben. Die Bergsteig-Truppe konnte schon so manchem besser platzierten Gast Paroli bieten.

Da die Spieler ihrem kürzlich verstorbenen langjährigen Sportkameraden Matthias Lory bei der Beerdigung die letzte Ehre erweisen möchte, wird das Spiel erst um 17.30 Uhr angepfiffen.

SSV Paulsdorf       DJK Ursensollen
(ac) Nach dem Derbysieg gegen den SV Freudenberg, der zwar spielbestimmend, im Abschluss aber zu harmlos war, bekommt es der SSV Paulsdorf erneut mit einer Mannschaft aus dem vorderen Tabellendrittel zu tun. Ursensollens neuer Trainer Stefan Steinl hat eine Mannschaft formiert, die bereits aufhorchen ließ. Vor allem Torjäger Jiri Abel, der aktuell die Torschützenliste mit neun Treffern anführt, wird die Paulsdorfer Abwehr auf eine harte Prüfung stellen. Die Elf von SSV-Trainer Wolfgang Grünwald sollte sich somit auf einen Gegner einstellen, der nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten will. Die angeschlagenen Spieler aus dem Freudenberg-Spiel sollten sich soweit wieder erholt haben, dass sich auch an der Aufstellung nichts groß ändern wird. Die Elf um Kapitän Peter Schmidl ist gewillt, an die Leistung vom letzten Spiel anzuknüpfen, um die Punkte zu behalten (Vorspiel, 13.15 Uhr: SSV Paulsdorf II - Inter Amberg III).

DJK Utzenhofen       TSG Weiherhammer
(aun) Nach der Spielabsage am vergangenen Wochenende in Schmidmühlen und dem klaren Sieg im Toto-Pokal gegen den SVL Traßlberg (6:1), empfängt die DJK Utzenhofen nun die TSG Weiherhammer. Beide trennen ein Punkt und zwei Plätze in der Tabelle. In der Saison 2012/2013 standen sich beide Mannschaften zuletzt gegenüber: In Weiherhammer gab es ein 0:0, im Rückspiel einen 6:1-Sieg der Utzenhofener.

Langsam sollte sich die Mannschaft von DJK-Spielertrainer Yilmaz Topcu auf sein System eingestellt haben. Die Mannschaft von Trainer Tobias Heindl steht vor einem ähnlichen Problem und wird alles versuchen, nicht leer auszugehen. "Es ist extrem wichtig, dass wir unser Heimspiel gewinnen, um im September nicht mit dem Rücken zur Wand stehen", sagt DJK-Trainer Topcu. Damit dies gelingt, bedarf es wieder einer couragierten Leistung der DJK, wie im Pokalspiel in Traßlberg. Mit Ausnahme des Langzeitverletzten Sebastian Schwarzfischer stehen alle Spieler zur Verfügung. (Reserven 13.15 Uhr).

FC Edelsfeld       SVL Traßlberg
(bkn) Wohl niemand hätte einen Pfifferling auf den bis dahin sieglosen FC Edelsfeld gesetzt, als dieser mit dem "letzten Aufgebot" beim Tabellenführer DJK Ursensollen antrat. Doch dank einer bemerkenswerten Vorstellung wies die Hahnenkammelf den Favoriten mit 4:1 in die Schranken. Dieser Erfolg gewinnt allerdings erst an Gewicht, wenn sie am Kirwasonntag gegen den SVL Traßlberg nachlegt. Mit vier Siegen in Folge startete die Elf von Ilker Caliskan furios in die Saison, doch in den letzten beiden Partien kam etwas Sand ins Getriebe. Für Edelsfeld gilt es nun, den wunden Punkt der Traßlberger zu finden und dort weiterzumachen, wo man vergangene Woche aufgehört hat. Unabhängig von der miserablen Personalsituation muss die selbe Leidenschaft abgerufen werden, um dem Tabellendritten entgegenzutreten.

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