Luftsportgruppe pflanzt Ersatz für gefällte Bäume beim Flugplatz
Eichen weichen für Äpfel

Damit die Wildpfelbäume nahe des Segelflugplatzes auch gut anwachsen, legten (von links) Forstwirt Alexander Krone, Josef Panzirsch, Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer, Thomas Blank vom städtischen Grünamt und Forstamtsleiter Roland Strehl kräftig Hand an. Bild: gf

Um den Flugbetrieb nicht zu gefährden, musste die Luftsportgruppe unlängst zahlreiche Bäume im Bereich des Segelflugplatzes fällen. Nun hat der Verein zwei Wildapfelbäume gepflanzt und damit ein Zeichen pro Natur gesetzt.

Das Luftamt Nordbayern ging nach einem Unglücksfall vor zwei Jahren in Lauf daran, alle Flugplätze im Zuständigkeitsbereich auf die Sicherheitsabstände der Lande- und Startbahnen zum angrenzenden Baumbestand zu überprüfen. Um weiter starten zu können, war die Luftsportgruppe gezwungen, die südlich der Landebahn stehenden Eichen fällen zu lassen. Letztes Jahr habe zum Flugfest die Startbahn provisorisch gedreht werden müssen, für heuer sei die Genehmigung davon abhängig gemacht worden, dass in nicht unbeträchtlichem Maße Bäume gefällt werden, so Vorsitzender Josef Panzirsch.

Selbst der normale Flugbetrieb wäre nur unter nahezu untragbaren Einschränkungen möglich gewesen, und das hätte die Existenz der Luftsportgruppe gefährdet. In Rekordzeit, so Panzirsch, hätten die beteiligten Ämter der Stadt Amberg die notwendigen Veränderungen am Waldrand genehmigt - und noch vor der Vogelbrutzeit waren die Fällarbeiten abgeschlossen. Nun setze die Luftsportgruppe ein Signal und pflanze am Tag des Baumes zwei uralte Apfelsorten. Auch bei weiteren Maßnahmen, mit denen Vorgaben des Luftamtes umgesetzt werden, sei man bemüht, behutsam vorzugehen, um möglichst viel ursprüngliche Natur im Ammerbachtal zu erhalten.

Die Amberger wüssten, was sie an ihrer Luftsportgruppe haben, betonte Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer und daher müsse alles Erdenkliche getan werden, um den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten.
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