31.08.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Nach sechs Jahren als OB-Stellvertreter hat für Rudolf Maier nun zum 70. "Rentnerleben" begonnen Bürgermeister war das i-Tüpfelchen

"Jetzt bin ich im Rentnerleben angekommen", lacht Rudolf Maier und meint damit die Zeit, seit er nicht mehr Bürgermeister von Amberg ist. Immerhin sechs Jahre bis Ende April stand er als zweiter Stellvertreter an der Seite des ehemaligen OB Wolfgang Dandorfer und hat diesem zahlreiche Termine abgenommen - sehr kompetent und stets mit viel Menschlichkeit, was den gebürtigen Amberger vor allem bei der Bevölkerung beliebt machte.

von Thomas Amann Kontakt Profil

Deshalb werden ihm heute viele Bürger und Wegbegleiter auch gerne gratulieren. Rudolf Maier feiert seinen 70. Geburtstag und blickte zu diesem Anlass noch einmal kurz auf die erst vor vier Monaten beendete "Bürgermeister-Zeit" zurück.

"Viel Neues erlebt"

"Sie war das Tüpfelchen auf dem i", sagt der politisch schon immer engagierte, aber auch beruflich früher sehr erfolgreiche Jubilar. "Viel Neues" habe er als Spitzenvertreter der Stadt erlebt, zum Beispiel bei allen Repräsentationsaufgaben und Gäste-Empfängen, aber auch bei den runden Geburtstagsfeiern älterer Menschen, denen die Bürgermeister im Namen der Stadt persönlich gratulieren. "Es war eine sehr aktive Zeit, ich habe das immer gerne gemacht", betont Rudolf Maier, für den allerdings schon vor den Kommunalwahlen im März klar war: Noch einmal sechs Jahre hätte er wegen seines zunehmenden Alters "nicht gemacht", zumal es jüngere Kandidaten gab, die ebenfalls die Chance auf dieses Amt haben sollten.

"Jetzt genieße ich mein Rentnerdasein", freut sich der Amberger über den Lebensabschnitt ohne tägliche Verpflichtungen, der jetzt erst richtig begonnen habe. Nun endlich kann Rudolf Maier seinen Hobbys in Haus und Garten nachgehen (auch einen kleinen Wald besitzt er, wo er bei Arbeiten mit den Fachleuten gerne mithilft). Das Wandern und insgesamt fünf Enkel - zwei davon mit "Opa" unter einem Dach - tun ihr Übriges, damit dem 70-Jährigen nicht langweilig wird.

Für Letzteres sorgt aber auch sein kommunalpolitisches Engagement im Stadtrat, dem Maier für die CSU seit 1996 angehört. Überhaupt ist der Amberger seit fünf Jahrzehnten fest mit den Christsozialen verhaftet. Er trat bereits 1964 in die Partei ein, war über 20 Jahre Chef des Ortsverbands Eisberg (wo er mittlerweile Ehrenvorsitzender ist) und gehörte lange dem Kreisvorstand an.

Aber auch als "Vereinsmensch" ist Maier bestens bekannt. Er war von 2001 bis 2010 Vorsitzender des TV 1861 Amberg und übernahm bis 2013 ebenso Verantwortung als "Vize" beim FC Amberg. Hinzu kommt sein soziales Engagement im Pfarrgemeinderat und in der Kirchenverwaltung seiner Heimatpfarrei St. Georg - ausgehend von intensiver Jugendarbeit schon seit der Kindheit, vor allem bei den Pfadfindern. Aus dieser langen Zeit pflegt der Amberger heute noch intensive Freundschaften. Einige seiner Gäste bei der Geburtstagsfeier heute ab Mittag in Krickelsdorf sind Freunde aus der Pfadfinderschaft.

Auch beruflich der Chef

Auch beruflich kann Rudolf Maier auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken, wenngleich er damit eigentlich schon vor fünf Jahren zu seinem 65. abgeschlossen hatte. 18 Jahre stand er als Geschäftsführer an der Spitze des Amberger Wohnungsunternehmens, hatte sich zuvor schon bei der Stadtbau GmbH bis zum Prokuristen hochgearbeitet. Das verdankt er seinem Fleiß, der mit anderen Schwerpunkten auch zum 70. nicht abebbt.

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