02.09.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Neuauflage des letztjährigen Bezirksligaduells Kastl gegen Raigering - Kauerhof erwartet Ensdorf Wiedersehen im Pokal

Die Bezirksligisten steigen in den Wettbewerb mit ein. Im Achtelfinale geben der SV Raigering, SV Sorghof, SC Luhe-Wildenau, die DJK Ensdorf und DJK Gebenbach ihr Debüt im Toto-Pokals auf Kreisebene.

Bild: Ziegler
von Autor FRÖProfil

Fünf Kreisligisten, vier Mannschaften aus der Kreisklasse und die beiden A-Klassisten TSV Kirchendemenreuth und Anadoluspor Weiden komplettieren das Feld der letzten 16.

TSV Kirchendemenreuth       SV Sorghof
(er) Der A-Klassen-Aufsteiger ist eine nicht zu unterschätzende Hürde für den klar favorisierten Bezirksligisten. Zum Jahreswechsel verlor der SV Sorghof beim Stanno-Cup in der Halle gegen den TSV (2:3). Die Kirchendemenreuther sorgen nach dem furiosen Aufstieg auch in der A-Klasse West für Schlagzeilen und mussten nach fünf Siegen in Folge am Sonntag erstmals wieder einmal als Verlierer vom Platz. Zuvor blieb der TSV in 27 Punktspielen ungeschlagen.

Die Hausherren mit ihrem Trainer Martin Kandler haben einige technisch versierte Akteure wie Hendrik Troff in ihren Reihen. Dazu kommt das schmale Spielfeld, auf das sich die Sorghofer erst einmal einstellen müssen. Dennoch ist man zuversichtlich, diese Aufgabe zu meistern und in die nächste Runde einzuziehen. Co-Trainer Joachim Graf wird erneut die Mannschaft betreuen, die zuletzt beim 0:0 in Ensdorf einen Teilerfolg verbuchte. Da sich Hans-Ludwig Götz bei seinem Comeback erneut verletzte und weitere langzeitverletzte Spieler zu beklagen sind und sich zudem einige Akteure in Urlaub befinden, werden zwangsläufig auch einige Spieler aus der zweiten Garnitur ihre Bewährungsprobe erhalten.

Der SV Sorghof ist gut beraten, den Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und mit einem Sieg auch etwas für das leicht lädierte Selbstvertrauen zu tun im Hinblick auf das Heimspiel am Sonntag, 7. September, gegen den SV Schwarzhofen.

SVL Traßlberg       DJK Utzenhofen
(wwl) Anfang August gewann der SVL Traßlberg in der Kreisliga Süd bei der DJK Utzenhofen knapp mit 1:0. Torschütze war Pascal Behringer, hinter dessen Einsatz nach einer bei Inter Bergsteig erlittenen Verletzung und einem Kurzeinsatz gegen Loderhof heute ein dickes Fragezeichen steht. Sicher nicht dabei sind Lucas Bellmann (Urlaub) und der beruflich verhinderte Jose Sanchez-Torrez sowie der eine oder andere Schichtarbeiter. Auch wer das SVL-Tor heute hüten wird, war für Spielertrainer Ilker Caliskan gestern noch nicht klar.

Dementsprechend wird die Aufstellung aussehen: "Jetzt können sich die beweisen, die auf dem Sprung in die erste Mannschaft sind", lautet seine klare Ansage, aber auch seine Forderung für diese Pokalbegegnung. Er wird ein gemischtes Team aus erster und zweiter Mannschaft aufs Feld schicken, macht aber auch keinen Hehl daraus, dass für ihn die Punkterunde absoluten Vorrang genießt: "Wir müssen am Sonntag nach Edelsfeld."

Nicht viel anders sieht DJK-Abteilungsleiter Tobias Geitner die Ausgangssituation, wenngleich er in Erinnerung ruft, dass Utzenhofen im Sommer 2013 die Vorzüge des Pokals durchaus kennenlernen durfte: "Wir hatten da als Kreissieger den Derbyschlager gegen den Bayernligisten DJK Ammerthal." Dass das Punktspiel am vergangenen Wochenende in Schmidmühlen abgesagt wurde, war gar nicht nach Geitners Geschmack. Unabhängig davon geht auch er davon aus, dass angeschlagene Akteure pausieren werden. Auch in Utzenhofen lautet quasi die Vorgabe "Vorrang den Bankdrückern". Insofern habe die Partie durchaus einen gewissen Testcharakter.

TuS Kastl       SV Raigering
(hon) Beide Mannschaften kennen sich noch aus der vergangenen Saison in der Bezirksliga Nord. Für den TuS Kastl gehörten die beiden Spiele gegen den SV Raigering zu den wenigen Erfolgserlebnissen. Das Hinspiel in Raigering wurde gewonnen, in der Rückrunde trennten sich beide Teams unentschieden.

In der bisherigen Saison läuft es für die Panduren nach den vielen namhaften Abgängen noch nicht rund. Die Mannschaft um Spielertrainer Simon Gräß punkteten lediglich gegen Kulmain und Vohenstrauß und belegt nach sieben Spielen den vorletzten Platz. In der jetzigen Situation kann natürlich ein Erfolg im Pokal dafür sorgen, zurück in die Spur zu finden.

Für die Heimelf kommt die Partie nicht gerade zum besten Zeitpunkt, da einige Spieler angeschlagen, verletzt oder aus beruflichen Gründen nicht dabei sind. Die Kastler haben nach dem Abstieg aus der Bezirksliga, dem Umbau der Mannschaft und dem Trainerwechsel (Thomas Mayer für Martin Krauß) in der Kreisliga Süd wieder Fuß gefasst und stehen auf Platz zwei.

Mit welcher Mannschaft der TuS aufläuft, entscheidet sich kurzfristig. Sicher werden einige Spieler der Stammelf geschont, dafür bekommen einige Nachwuchsspieler die Möglichkeit sich zu zeigen. Das Team um Kapitän Michael Hufnagel möchte dennoch ein gutes Spiel abliefern und noch mehr Selbstvertrauen tanken.

ASV Haslmühl       DJK Gebenbach

(pme) Die Haselmühler Verantwortlichen wollten das Spiel verlegen, da neben den Verletzten die halbe Mannschaft in dieser Woche wegen einer Studienreise nicht zur Verfügung steht. Doch Gebenbach stimmte nicht zu. Deshalb kann der Kreisklassen-Aufsteiger nur mit einer Rumpftruppe antreten, was sicherlich der Popularität des Pokals nicht dienlich ist.

Die Gäste belegen in der Bezirksliga Nord den vierten Tabellenplatz mit Trend nach oben und entschieden ihre letzten Begegnungen fast alle souverän für sich. Mit Remi Szewczyk, Fabian Frank und Cengiz Izmire haben die Gäste drei hochkarätige Stürmer in ihren Reihen. Sollte die DJK Gebenbach mit ihrer ersten Garnitur antreten, dann dürfte der Spielausgang bereits vor der Begegnung klar sein.

SV Kauerhof       DJK Ensdorf
(bgü) Vor zwei Jahren noch in einer Liga, trennen die beiden Teams mittlerweile zwei Klassen Unterschied, der sich ja nicht unbedingt automatisch und übermächtig in dieser Begegnung auf dem Platz zeigen muss.

Die Gäste haben sich in der Bezirksliga etabliert und stehen dort, auch wenn die Tabellen zu diesem Zeitpunkt in einer Saison noch nicht so sehr viel aussagen, im gesicherten Mittelfeld. Der SVK hat nach holprigem Beginn in der Kreisklasse offensichtlich die Spur gefunden und beim 3:0-Erfolg am Sonntag gegen SF Ursulapoppenricht sicher kein überragendes, aber ein sehr ordentliches Spiel gezeigt. Allerdings war der Gegner an diesem Tag nicht in der Lage, Bäume auszureißen. Es erwartet die Zuschauer ein sicher interessantes Spiel und der SVK ist selbstverständlich gewillt, den klar favorisierten Vilstalern, zumindest so lange es geht, Paroli zu bieten.

1. FC Schlicht       SVSW Kemnath
(ct) Eine für ihn völlig unbekannte Mannschaft hat der 1. FC Schlicht zu Gast. Man weiß allerdings, dass der SVSW Kemnath/Stadt derzeit souverän und bisher ungeschlagen die Tabelle der Kreisliga Nord anführt. Am vergangenen Sonntag setzten sich die Gäste beim FC Weiden-Ost durch und im Pokal gelangten sie mit einem 10:0-Sieg in Brand/Ebnath und einem 5:4 in Hirschau sowie per Freilos in das Achtelfinale. Schlicht setzte sich in der ersten Runde mit 5:0 gegen den FC Freihung durch, bezwang dann den VfB Mantel mit 2:1 und hatte in der dritten Runde ebenfalls Freilos.

Favorit ist ganz klar der SVSW Kemnath, zumal die Rennweg-Truppe noch an der Niederlage vom Sonntag beim Tabellenletzten DJK/FC III Amberg zu knabbern hat. Aber eine alte Binsenweisheit sagt, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat und somit auch in dieser Begegnung ein unerwartetes Ergebnis möglich ist, zumal die Schlichter Elf nicht immer nur für negative, sondern durchaus auch mal für positive Überraschungen gut ist. In jedem Fall wird sie versuchen, dem Favoriten Paroli und den Zuschauern ein attraktives Spiel zu bieten.

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