Neues Montessori-Schulhaus offiziell eröffnet - Aus Kompaniegebäude werden Klassenzimmer
Auf drei Etagen Platz für 150 Kinder

Dort, wo einst US-Soldaten stationiert waren, wird nun die pädagogische Lehre von Maria Montessori verbreitet. Die Sanierung eines Teils des ehemaligen Kompaniegebäudes hat knapp 2,9 Millionen Euro gekostet. Den hinteren Bereich, etwa ein Drittel des Hauses, nutzt die Stadt derzeit als Ausweichquartier für die Schönwerth-Realschule.

Michael Cerny schaute ganz genau hin. Bei der offiziellen Eröffnung des neuen Montessori-Schulhauses warf er am Freitag natürlich einen Blick in die Räume, die im ehemaligen Kompaniegebäude der Möhlkaserne für knapp 2,9 Millionen Euro saniert wurden. Der Bürgermeister sah sich aber auch die Gesichter an und stellte fest: "Die Kinder belegen das Haus mit Freude. Das ist das Schönste, was man erleben kann."

Den Beweis lieferten die Mädchen und Buben für alle hörbar. Sie sangen: "Im neuen tollen Schulhaus fühlen wir uns schon zu Hause." Besondere Erwähnung fanden dabei die große Küche, die Toiletten, die Sprechanlage, die Garderoben für jede Klasse und ein nun zeitgemäßer Computerraum. In das Lied stimmte Conny Wrobel, die Leiterin der Montessori-Mittelschule, in ihrer Rede inhaltlich mit ein. Das neue Domizil (rund 3200 Quadratmeter Nutzfläche) sei wunderschön geworden, das lange Warten habe sich gelohnt.

Der Förderverein, der die private Schule für die Stadt und den Landkreis betreibt, wurde vor 14 Jahren ins Leben gerufen und trug sich längere Zeit mit dem Gedanken, das alte Schulhaus in der Raiffeisenstraße zu sanieren. Die Fördergelder waren bereits bewilligt, bis die Idee entstand, gut zwei Drittel des alten Kompaniegebäudes am Bürgermeister-Bartelt-Platz zu nutzen. Im Januar 2012 begannen die Arbeiten, die seit Dezember beendet sind. Der Umzug erfolgte in den Weihnachtsferien. Seitdem können sich die Mädchen und Buben aus der Grund- und Mittelschule auf drei Etagen frei entfalten.
Die Geistlichen Roland Böhmländer (Paulanergemeinde) und Hermann Berger (St. Michael) segneten das Gebäude, das die Amberger Architekten Herberth Harth und Michael Flierl für sieben Klassen und 150 Schüler konzipiert haben. Margareta Lankes, die Vorsitzende des Fördervereins, erinnerte an die Anfänge der Montessori-Bewegung in Amberg und freute sich, endlich ein großes Haus nutzen zu können: "Jetzt können wir richtig Schule machen. Im wahrsten Sinne."
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