10.09.2004 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Peter Stadler feiert morgen seinen 60. Geburtstag - Seit über 40 Jahren in Amberg Mit Mut und Wissen zum Erfolg

Wenn er zu einer fachmännischen Erklärung ansetzt, pflegt dieser Mann drei Worte vorauszuschicken. "Und zwar Folgendes . . .", sagt er dann. Damit deutet sich an, dass Peter Stadler Wichtiges in den Mund zu nehmen gedenkt. Seine Gesprächspartner wissen in solchen Fällen: Es folgt eine Erläuterung, der man Gehör schenken muss.

von Autor HOUProfil

Erfahrung und Praxis hat Peter Stadler in vielfältiger Weise gesammelt. Morgen, an seinem 60. Geburtstag, kann er (zumindest für ein paar Stunden) inne halten, rasten und zurückblicken auf ein beachtliches unternehmerisches Lebenswerk.

Er kam seinerzeit aus Regensburg, war gerade einmal 18 Jahre alt. Zweiradhändler wie sein Vater Josef Stadler wollte er sein. Am Vilstor in Amberg gründete Peter Stadler einen eigenen Betrieb. Kleiner Laden damals, schon bald aber über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Denn Teile und Fahrzeuge, die Stadler nicht am Lager hatte, waren spätestens anderntags da. Das macht ihn bis heute zu einer guten Adresse für alle, deren Herz an zwei Rädern hängt. Egal, ob schwere Maschine oder superleichtes Bike.

Peter Stadler expandierte. Er nahm eine Autovertretung mit ins Lieferspektrum und legte Augenmerk auf die Vergrößerung seines Hauses. Das ehemalige Kallmünzer-Gelände an der Bayreuther Straße bot sich an. Dort war Platz, konnten Verkaufsräume und Lager mit riesiger Auswahl entstehen. Auch ein Büro baute er für seine Ehefrau Birgit und sich selbst. Doch bis zum heutigen Tag wird es eher selten genutzt. Denn Stadler und Gattin stehen wie eh und je hinter dem Verkaufstresen. Dort sind sie unmittelbare und stets präsente Ansprechpartner.

So mag es Peter Stadler, das ist sein Leben. Niemals hinter Rechnungs-, Lieferschein- und Auftragsformularstapeln verschwinden. Er will mit den Kunden reden, sich mit ihren Wünschen auseinander setzen. Von früh um acht bis abends um acht. So kennt man ihn, so ist er. Im Chefbereich der zwischenzeitlich um Filialen in Neumarkt und Hahnbach erweiterten Firma zu sitzen und nur von dort aus Weisungen zu geben, wäre für ihn undenkbar.

Das wird auch in den kommenden Jahren so bleiben. Die beiden Söhne Peter und Uli sind im Geschäft, haben sich längst etabliert. Ihr Vater hat sie geprägt und zu Kaufleuten werden lassen, die über Detailwissen verfügen. Dabei genügt es für die Stadlers nicht, aus Prospekten vorzulesen. Sie kennen Einzelheiten aus dem eigenen Umgang mit Rädern, Krädern und Autos. "Nur dann", hat Peter Stadler einmal gesagt, "kann man die Leute kompetent informieren und beraten".

Sechzig nun, noch immer frühmorgens der Erste und abends der Letzte im Betrieb. Stadler könnte es sich bequemer machen. Doch das hat er nie gewollt. Den einfachen Weg ist er nicht gegangen. Er hätte wohl auch kaum zu jenem unternehmerischen Erfolg geführt, den Peter Stadler heute für sich in Anspruch nehmen kann.

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